Zuerst erschienen: Prof. Dr. Ulrich Wünsch (Hrsg.), Handbuch Erlebnis-Kommunikation. Grundlagen und Best Practice für erfolgreiche Veranstaltungen, 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Erich Schmidt Verlag.

Im Folgenden werden am Beispiel der re:publica neue Herausforderungen, denen Veranstalter*innen von Konferenzformaten in einem ‚digitalen Zeitalter‘ begegnen, benannt und ihre Einflüsse exemplarisch aufgezeigt. Nach einem Einblick in die Geschichte der re:publica und ihre Themen, stehen Gestaltungsräume von Mitwirkenden wie Sponsor*innen, Teilnehmenden oder Partnerschaften im Mittelpunkt. Weiter wird die besondere Bedeutung des Veranstaltungsortes sowie digitalen Raums thematisiert und mit einem kurzen Blick in die zukünftige Organisation und Weiterentwicklung der Konferenz abgeschlossen.

Für eine umfangreiche und schnelle Verbreitung von Informationen, Meinungen und Themen gelten die vielseitigen Angebote des Internets inzwischen zu den etablierten Kommunikationswegen. Wir sprechen von einem Medienwandel der letzten Jahre, der insbesondere einen Wandel der medialen Form weg von einer einseitigen Massenkommunikation und hin zu einer Netzkommunikation zeigt. Dieser Wandel kann dabei nicht allein mit den vielseitigen Möglichkeiten des Internets begründet werden, sondern ist in erster Linie einem veränderten Publikumsverhalten zuzuschreiben. Aus passiven Rezipient*innen sind vielfach aktive Nutzer*innen geworden, die nicht nur eigene Inhalte publizieren, sondern auch Auswahl, Bewertung, Empfehlung und Verbreitung von Informationen unterschiedlichster Art mitbestimmen.

Entsprechend begegnen auch Konferenzformate als thematisch zentrierte Interaktionssysteme durch diesen Wandel neuen Herausforderungen. Standen bisher Informations- und Wissensvermittlung sowie das Schaffen eines neutralen Ortes für den Austausch im Zentrum von Planung und Konzeption, sind „Community Building“, „Kollaboration“ und „Meeting Experience“ zu zentralen Begriffen geworden. [01]

Eine Teilnehmerschaft, die zunehmend gesellschaftlich relevante Diskurse mitgestaltet, gibt sich mit Frontalvorträgen und einer passiven Rezipient*innen-Rolle nicht mehr zufrieden, so dass sich Anforderungen und Erwartungen, die an Veranstaltungen und Veranstalter*innen gestellt werden, verändert haben. Teilnehmer*innen eines Event, wie einer Konferenz, seien es Besucher*innen, Referent*innen oder Partner*innen, möchten sich nicht mehr nur thematisch und fachlich austauschen, sondern über konkrete Erfahrungen und Lösungsansätze diskutieren, um wechselseitig voneinander profitieren zu können. Über ein kurzweiliges Kennenlernen hinausgehend, werden neue Netzwerke geschaffen und bestehende gefestigt oder erweitert, um im besten Fall schon oder noch während der Veranstaltung zu einem Ergebnis oder einer Problemlösung gelangen zu können. [02]

Die jährlich in Berlin stattfindende re:publica, die den Slogan „Die Konferenz. Das Ereignis.“ trägt, gehört zu den weltweit relevanten Veranstaltungen über die Themen des digitalen Zeitalters. Bereits seit ihrer ersten Ausgabe in 2007 wird der mediale Wandel und seine Themen in einem Rahmen von drei Konferenztagen diskutiert.

Bei den Besucher*innen der ersten re:publica handelte es sich insbesondere um Blogger*innen, Internetaktivist*innen und Netz-Intellektuelle und 80 Prozent der insgesamt 700 Teilnehmer*innen gaben an, selbst Inhalte im Netz zu publizieren. [03] Seit ihren Anfängen als ‚Klassentreffen von Blogger*innen‘ hat sich die re:publica jedoch zu einer ‚Gesellschaftskonferenz‘ mehreren tausend Besucher*innen entwickelt: „Hier vermitteln die Vertreter*innen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen, Hacker*innen, Unternehmer*innen, NGOs, Journalist*innen, Blogger*innen, Social Media- und Marketing-Expert*innen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur.“[04]

Zu einer jährlich wiederkehrenden ‚Gesellschaftskonferenz‘, die sich an den veränderten Erwartungen einer steigenden Anzahl von Teilnehmer*innen misst, gehört auch eine stetige Weiterentwicklung, die den neuen Ansprüchen eines digitalen Zeitalters gerecht werden kann. Sowie das Internet und seine Möglichkeiten an Relevanz in allen Bereichen des alltäglichen Lebens moderner Gesellschaften gewinnt und in diese vordringt, verfolgt die re:publica einen zunehmend holistischen Ansatz.
Die thematische Bandbreite der Konferenz hat sich in den letzten Jahren deutlich vergrößert und neue Formate, Partnerschaften und Programmangebote sind hinzugekommen, die in ihrer Gesamtheit die re:publica zu dem machen, was sie ist – Eine Konferenz. Ein Ereignis. Denn erst durch eine überblickende Herangehensweise und ein gesamtheitliches Verständnis kann die charakteristische Offenheit der re:publica bewahrt werden, ohne dass die Veranstaltung thematisch oder akteursabhängig in voneinander getrennte, separat zu bewertende Teile zerfällt. Die Kollaboration aller beteiligten Akteur*innen sowie eine holistische Herangehensweise, wenn es um das Einbringen neuer Konzepte, Inhalte, Formate oder Angebote und ihrer Zusammenhänge und Einflüsse geht, machen die re:publica in ihrer Vielschichtigkeit erfolgreich und funktionsfähig.

MOTTO, THEMEN UND SUBKONFERENZEN

Gegründet wurde die re:publica aus der Motivation heraus eine Konferenz veranstalten zu wollen, während der „die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen der Digitalisierung von denen diskutiert werden, die diese aktiv mitgestalten“[05]. Aus dem Themenkomplex rund um Web 2.0, Weblogs, soziale Medien und digitale Gesellschaft wählen die Gründer*innen der re:publica, Markus Beckedahl, Tanja und Johnny Haeusler sowie Andreas Gebhard, jedes Jahr einen Schwerpunkt, der sich im Konferenzmotto wiederfindet. Das Motto in seiner strukturbildenden Funktion sowie die gesamte Ausgestaltung des Programmangebots orientieren sich dabei an relevanten, aktuellen Ereignissen, Themen und Problemstellungen.

2007 – LEBEN IM NETZ

Das Webportal Yahoo vereinnahmte 2005 den 2002 entwickelten Imagehoster Flickr. Im selben Jahr wurde YouTube gegründet, im darauf folgenden an den Suchmaschinenbetreiber Google verkauft. Das Unternehmen Facebook Inc. gibt es seit 2004, den Dienst Twitter seit 2006. Im selben Jahr der ersten re:publica-Ausgabe 2007 zählte Google bereits zu den wertvollsten Marken weltweit und Apple präsentierte im Januar sein erstes iPhone. Neben diesen exemplarischen technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, verabschiedete die Bundesregierung 2007 jedoch auch ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung personenbezogener Daten.

Die Bedeutung, Auswirkungen und auch Gefahren dieser und anderer Ereignisse des fortschreitenden Digitalisierungsprozesses wurden unter dem Motto „Leben im Netz“ ins Zentrum der ersten Konferenz gerückt. So standen Fragen, wie ‚Was bedeutet es für ein Leben im Netz, wenn alle Kommunikationsdaten für mindestens sechs Monate gespeichert werden, um Sicherheitsbehörden den Zugriff zu ermöglichen?‘, ‚Wie kann mit Weblogs Geld verdient werden?‘, ‚Sind Blogger*innen die neuen Journalist*innen?‘ oder ‚Braucht es eine neue Ethik, neue Kommunikations- und Verhaltensregeln für den Umgang im Internet?‘ auf dem Programm.
Darüber hinaus gehörten Google und IBM zu den ersten Sponsor*innen, die die Veranstaltung auch in folgenden Jahren neben anderen prominenten Unternehmen unterstützten und sich über eine Finanzierung hinausgehend auch inhaltlich durch Vorträge, Standpräsentationen oder Subkonferenzen beteiligen.

Entsprechend der Gründungsmotivation haben von Beginn an insbesondere diejenigen die Konferenz geprägt, die schon früh die Möglichkeiten für eine aktive Partizipation nutzten. So auch ihre Gründer*innen, die auch Gründer*innen der Unternehmen newthinking communications (Gebhard und Beckedahl) und Spreeblick Verlag (Tanja und Johnny Haeusler) sind, die sich seit mehr als einem Jahrzehnt intensiv mit netzpolitischen Themen sowie vielfältigen Aspekten digitaler Kultur und Gesellschaft beschäftigen und zwei der bekanntesten Weblogs Deutschlands betreiben: netzpolitik.org und spreeblick.com.

Sie sind damit selbst Teil der Zielgruppe der Konferenz und haben den Medienwandel nicht nur beobachtet, sondern aktiv begleitet und sich an dessen Ausgestaltung beteiligt: „2006 hatten sich deutsche Blogs so weit etabliert, dass sie nicht nur selbst in die öffentliche Wahrnehmung vorgedrungen waren, sondern auch eigene Themen an deren Oberfläche spülten. Es war an der Zeit, die so genannte „Blogosphäre“ aus ihrer virtuellen in die physische Welt zu locken, und so entstand bei einem gemeinsamen Bier die Idee zu einem Blogger-Treffen – und bei einem zweiten sein Name: re:publica.“[06]

2008 – DIE KRITISCHE MASSE

2008 diskutierten rund 950 Veranstaltungsteilnehmer*innen unter dem Motto „Die Kritische Masse“ die Rolle der digitalen Gesellschaft als Gegenöffentlichkeit: „Das Konferenz-Motto „Die kritische Masse“ steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.“[07]

So hielt beispielsweise Harvard-Professor Viktor Mayer-Schönberger eine Keynote zu Datenschutz im Web 2.0. und ein „Nützliches Vergessen“ und saß Markus Beckedahl auf einem Podium zu Advocacy 2.0 und digitalen Aktivismus. Denn auch das Motto 2008 griff aktuelle, für das digitale Zeitalter relevante Ereignisse auf, wie die Veröffentlichung des Videos „Message to Scientology“ auf YouTube, als Teil des Projekts Chanology und internationalen Protestes gegen Scientology des Anonymus Kollektivs.[08]

Durch das Motto stand jedoch nicht nur die Kritik einer Masse im Fokus, sondern auch „die Teilnehmerzahl in einem Netzwerk, ab der die Nutzerzahl exponentiell zu wachsen beginnt, es also zu einem Selbstläufer wird“[09]. Entsprechend war das rasante Wachstum sozialer Netzwerke wie Facebook oder Plattformen wie YouTube Thema vieler Vorträge, in denen Bedeutung und Auswirkungen auf Unternehmen, NGOs, Politik, Medien oder Gesellschaft diskutiert wurden.

Neben rund 100 Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops gab es 2008 auch erstmalig eine Subkonferenz während der re:publica. Zum Thema „Video-Blogs“ wurde in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung diskutiert, wie Video-Blogs und Video-Plattformen das Mediensystem verändern, wenn Zuschauer*innen zu Akteur*innen werden. Unter anderem stellte sich ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann Fragen zu der Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Anstalten im digitalen Zeitalter und internationale Video-Podcaster berichteten über Projekte aus den Niederlanden, USA, dem Irak oder Tunesien.[10]

2009 – SHIFT HAPPENS

Das Konferenz-Motto 2009 „Shift happens“ (Veränderung passiert) stand für den rasanten Wandel des Mediensystems und wurde aus dem YouTube-Film „Did you know?“ von Karl Fisch abgeleitet. Die Idee hinter dem Motto geht hingegen auf den Soziologen Jeremy Rifkin zurück.

Zu den prominentesten Auftritten 2009 gehörte der des US-amerikanischen Stanford-Law-School-Professors und Gründers der Creative-Commons-Initiative Lawrence Lessig, der sich für eine Reform des Urheberrechts einsetzt. „Lessig gilt als einer der führenden Visionäre unserer Zeit, der im bestehenden Urheberrecht eine Gefahr für gesellschaftliche und technische Innovation und ihren Diskurs sieht.“.[11]

Zusätzlich fand eine von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderte Subkonferenz zum Thema „Politik 2.0 – Neue politische Öffentlichkeiten im Netz“ statt, die den Einfluss des Internets auf nationale und globale politische Prozesse diskutierte. Im Hinblick auf die damalig anstehenden Europa- und Bundestagswahlen in 2010 sollte „die Subkonferenz einen Überblick geben, wie Soziale Medien Bürger befähigen, sich politisch zu engagieren und wie die deutschen Parteien und Spitzenvertreter […] im Netz auftreten“.[12]. Gründer der Wikipedia Jimbo Wales hielt zudem einen Vortag über „Wikipedia, Wikia, and the future of Free Culture“ und sprach im Rahmen der Politik 2.0 – Subkonferenz über die Auswirkungen digitaler Communities auf die Öffnung von Politik und Regierungen.[13]

Darüber hinaus fand erstmals eine Subkonferenz vom Partner IBM zum Thema „Social Everywhere – wie das Web 2.0 die Unternehmen erobert“ statt, um eine weitere Brücke zwischen privater und geschäftlicher Nutzung von Facebook, Twitter, Blogs, Wikis, YouTube und Co. schlagen zu können.[14]

Das Themenspektrum wurde in diesem Jahr auch um den Bereich Medizin erweitert und eine neue Subkonferenz mit Gesundheitsbezug unter dem Titel „re:health“ organisiert. In Paneldiskussionen und Vortragssessions diskutierten „Ärzte, Gründer und Experten über neue Formen medizinischer Kommunikation und Information im Internet“[15].

Medial wurde Diskussionen über den Einfluss der Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche auf unsere Gesundheitsversorgung bisher noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt und auch das Programmangebot der re:health besuchten vergleichsweise wenige der mittlerweile 1600 Konferenzteilnehmer*innen. Dies hat sich in den letzten Jahren jedoch rasant geändert und 2009 bereits angesprochene Themen wie User Generated Health als mögliches Modell der Zukunft oder Datenschutz und Recht im medizinischen Web, sind keine Nischendebatten mehr. In den folgenden Ausgaben der re:publica wurde, trotz der anfangs geringen Teilnehmerzahlen, re:health als eigener Themen-Track in das Programm integriert und so wie andere Schwerpunkte zu einem festen Bestandteil des Konferenzangebots.

2010 – NOWHERE

2010 hat die re:publica bereits rund 2700 Teilnehmer*innen und findet parallel in den drei benachbarten Orten Friedrichstadtpalast, Kalkscheune und Quatsch Comedy Club in Berlin-Mitte statt, um 50 Stunden Programm auf bis zu acht Bühnen in drei Tagen unterbringen zu können. Mit ihrem mehr als 120 Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden und Veranstaltungen umfassenden Programm, galt sie 2010 erstmals als größte Veranstaltung ihrer Art in Deutschland.[16]

Die vierte Ausgabe der re:publica stand im Zeichen des Echtzeit-Web, denn: „Mit „nowhere“ befinden wir uns im Jetzt und Hier – und Nirgendwo.“[17] Das Motto „nowhere“ griff zudem die wachsende internationale Ausrichtung der Konferenz und ihrer Teilnehmerschaft auf und Redner*innen aus dreißig Nationen zeigten internationale Perspektiven auf.

Nach der Subkonferenz re:health, wurde das Konferenzprogramm 2010 um den Themenbereich Lernen erweitert und unter dem Motto „re:learn“ der Einfluss des Internets auf Bildung diskutiert. Dabei ging es jedoch nicht allein um e-learning, denn beim „Zusammenwachsen von Bildungswelt und Netzwelt verändert sich die gesamte Lernkultur in Richtung Selbstbestimmung, Kollaboration, Praxis- und Projektorientierung“[18]. Im Rahmen der re:learn wurden entsprechend Praxisprojekte aus Deutschland und der Schweiz vorgestellt, wie beispielsweise Schulen, in denen Wikis und Blogs zum Alltag gehören oder in denen Grundschüler*innen ein eigenes Notebook nutzten. Auch mehrere Geocaching-Projekte, bei denen es mit GPS-Geräten auf pädagogische Schnitzeljagd geht, standen auf dem Programm. Ein Highlight bot in diesem Zusammenhang der von Medienpädagoge Guido Brombach extra für die Konferenz veröffentlichte Geocache.[19]

Neben der eintägigen re:learn fand erstmals die re:campaign an zwei Konferenztagen statt, während der NGO-Vertreter*innen die besten Kampagnen im Netz präsentieren. Internationale Referent*innen führender deutscher Organisationen stellten ihre ‚best-practices‘ vor und zeigten kreative Ansätze für die Kampagnenarbeit, den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken und eine NGO-Kampagne von morgen.[20] Die erste re:campaign wurde in Kooperation mit Oxfam Deutschland, der Socialbar, Agentur Nest und CSR Beratung Making Sense veranstaltet und bot zudem ein neues Format, den Open Space.

Der Open Space bietet die Möglichkeit sich im persönlichen Gespräch zu informieren, individuelle Fragen zu stellen und sich auf die Suche nach passenden Kooperationspartner*innen machen zu können. Zu diesem Zweck wurden Informationen spielerisch vermittelt und das Networking leicht gemacht, indem die Besucher*innen beispielsweise einen „Talk to me about“-Aufkleber erhielten.[21]

Mit am meisten Beachtung fand der Vortrag Sascha Lobos „How to survive a shit storm”, in dem er über seine Erfahrungen mit „shitstorms” berichtete – passend, nachdem erst im Januar desselben Jahres die American Dialect Society den Begriff „tweet“ zum ‚Word of the Year‘ 2009 ernannt hatte.[22]
Ebenso Daniel Schmitt von WikiLeaks, der das Projekt, dessen Ziele und Arbeitsweise vorstellte, nachdem sich WikiLeaks 2009 zu einer zentralen Sammelstelle mit 1,2 Millionen Dokumenten entwickelt hatte und Regierungen, wie China, Israel, Nordkorea, Russland, oder Thailand, den Zugang zur Plattform zumindest zeitweise sperrten.[23]

In Kooperation mit dem Open Data Network gab es 2010 des Weiteren den ersten „Hacks4Democracy – A hackday on opendata“, der als zweitägiges Neben-Event der re:publica im Stil eines Barcamps stattfand. Ähnliche Veranstaltungen gab es bereits in anderen Ländern, wie den Niederlanden, Frankreich, Australien oder den USA. Ziel des Opendata Hackday war es zu zeigen, „dass sich innerhalb kurzer Zeit und ohne großes Budget, kreative und innovative Prototypen und Anwendungen programmieren lassen, mit denen man die Daten aus Politik und öffentlicher Verwaltung zugänglich und nutzbar machen kann“[24]. Indem Konzepte nicht nur entwickelt wurden, sondern auch mit deren Umsetzung direkt begonnen wurde, sollte zudem eine breite Öffentlichkeit auf die Themen Open Data und Open Government aufmerksam gemacht werden.

2011

Zur re:campaign, die zwar in die zweite Runde ging, jedoch im Anschluss an die re:publica stattfand, gesellte sich 2011 die erste Crowdfunding-Konferenz „co:funding“. Die Subkonferenz war bereits vor Beginn ausgebucht, denn erstmalig diskutierten 25 Expert*innen aus der Kultur- und Kreativszene mit Künstler*innen, Kulturschaffenden und über 250 Besucher*innen Anwendungsmöglichkeiten von Crowdfunding zur Finanzierung kreativer Projekte. Initiiert und kuratiert wurde co:funding von startnext.de.[25]

Die re:learn aus 2010 wurde hingegen als eigener Themen-Track fest in das Programm integriert und erhielt einen der sicher bekanntesten Referenten der fünften Ausgabe, den Mathematiker, Philosoph und CTO von IBM Gunter Dueck. Dueck hielt einen Vortrag zu „Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem“ und stellte in „Beyond Medienkompetenz“ die Frage, wie der Leitmedienwechsel in die Schulen kommt.[26]

Nicht nur die angebotenen Subkonferenzen erfreuten sich zunehmender Beliebtheit, sondern auch die Teilnehmerzahlen der Konferenz stiegen insgesamt. Rund 3000 Konferenzteilnehmer*innen konnten in diesem Jahr gezählt werden und das Team, neben den Gründer*innen, belief sich bereits auf ca. 20 Personen.

2011 wurden ausnahmsweise ohne Motto sowohl Themen und Ereignisse, die bereits in den vergangenen Ausgaben Inhalt von Vorträgen und Workshops waren, aufgegriffen und ihre Entwicklungen diskutiert, als auch neue Fragestellungen eingebracht. So wurde zum Beispiel über die politischen Aktivitäten von Anonymus, die weiterhin Schlagzeilen machten oder Privatsphähre in sozialen Medien gesprochen. Zugleich erhielt die ägyptische Journalistin Noha Atef eine Bühne, auf der sie die Rolle des Netzes während der Revolution in Ägypten thematisierte.[27]

2012 – ACT!ON

2012 fand die re:publica unter dem Motto „ACT!ON“ statt, das die Schubkraft sozialer Medien für politische Bewegungen symbolisieren und zeigen sollte, dass sich die Bedeutung der Digitalisierung in fast allen gesellschaftlichen Bereichen manifestiert hat. Es ging „darum, die technischen Erneuerungen voranzutreiben, Themen wie Mobilität, Ressourcenverteilung oder Finanzen zu überdenken, interaktive Designs und Spiele zu entwickeln, gesellschaftliche Denkmuster und Geschäftsmodelle auf den Kopf zu stellen und im Zuge der DIY-Bewegung Produktion und Konsum neu zu definieren“[28].

Im Vorfeld der sechsten Ausgabe trafen die Veranstalter*innen die wegweisende Entscheidung, die re:publica vergrößern zu wollen. Dazu wurde der Veranstaltungsort geändert und in die STATION Berlin verlegt sowie die republica GmbH zur finanziellen Absicherung gegründet. Gesellschafter wurden die Unternehmen der Gründer*innen, newthinking communications und der Spreeblick Verlag zu gleichen Teilen. Mittlerweile umfasste das Team zwischen 30 und 40 Personen, die sich um die Planung und Durchführung der Veranstaltung kümmerten und rund 4000 Besucher*innen nahmen an der diesjährigen Ausgabe teil. Erstmalig wurde die re:publica zudem als Bildungsveranstaltung anerkannt, sodass Bildungsurlaub für die Teilnehmer beantragt werden konnte.

Das thematische Spektrum erstreckte sich 2012 mittlerweile auf 13 Tracks: co:funding, re:design, re:health, re:innovate, re:invent, re:learn, re:mix, re:open, re:play, re:port, re:publica, re:unite, re:volt. Zudem es gab erneut einen Open Space sowie neue Angebote in der Haupthalle des neuen Gebäudes, wie kleinere Workshops oder Vorträge an Partnerständen.
Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörten ein Interview mit Steffen Seibert, der über seine Twitter-Aktivitäten als Regierungssprecher berichtete, sowie „Macht euch keine Sorgen mehr wegen ACTA“, ein Vortrag der EU-Kommissarin Neelie Kroes, in dem sie Lösungen abseits von ACTA oder anderen Abkommen wie beispielsweise SOPA forderte.

Die ACTA-Verhandlungen beherrschten 2011 und 2012 die Onlinediskussionen. Gegner*innen des Abkommens nutzten umfangreich die im Internet zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für eine Publikation und Verbreitung von Informationen, was letztlich zu einer Mobilisierung öffentlicher Meinung und europaweiten Demonstrationen führte. Erst die mediale Aufarbeitung im Netz war im Fall der Proteste gegen ACTA ausschlaggebend für das Aufgreifen der Thematik durch die klassischen Massenmedien und das Scheitern des geplanten Abkommens. Einer der eindrucksvollsten Tracks war somit re:volt, in dem nicht nur ACTA seinen Platz fand, sondern auch Stimmen und Berichte von Protestbewegungen aus dem Nahen Osten. Unter anderem sprach Leila Nachawati über Brutalität und Protest in Syrien.[29]

Auch neue Partnerschaften kamen hinzu, wie eine Beteiligung seitens der Daimler AG oder der comdirect Bank. Im Rahmen eines Partnerstandes, einer Keynote sowie Workshops bot Daimler erstmals Ausblicke auf Mobilitätsdienste der Zukunft.[30] Die comdirect Bank schrieb zum bereits zweiten Mal den .comdirect Finanzblog Award aus und verlieh diesen während der re:publica an Betreiber*innen und Autor*innen von herausragenden Weblogs zum Thema Finanzen.[31]

2013 – IN/SIDE/OUT

Im Motto 2013 „IN/SIDE/OUT“ fand sich der Grundgedanke der ersten re:publica 2007 wieder – raus aus dem Netz, rein in die physische Welt: „Und ging es nicht auch in den Jahren danach immer um ein Ausloten der einen gegen die andere Welt? Um das Aufbrechen der Grenze dazwischen und die Definition dessen, was die digitale Gesellschaft von der analogen unterscheidet oder mit ihr verbindet? […] In diesem Sinne darf das Motto IN/SIDE/OUT als Umstülpung der digitalen Gesellschaft interpretiert werden.“[32]

Dabei soll die Transformation der digitalen Gesellschaft widergespiegelt werden, in der die Blogosphäre, Netzaktivismus und Social Media nur Teilaspekte darstellen, da die Digitalisierung längst alle Lebensbereiche prägend erfasst hat.

Neben Keynotes, Vorträgen und Diskussionen auf mittlerweile acht Bühnen von und mit Gästen wie dem Publizisten Evgeny Morozov, dem Sci-Fi Autor Cory Doctorow oder der Vorsitzenden der Mozilla Foundation Mitchell Baker, erwarteten die 5000 Konferenzgäste zahlreiche Workshops und Tools zu sozialen Medien, Gamification, Open Data, Data-Mapping, 3D-Printing, Interactive Design, Storytelling und Urheberrecht.[33]

Darüber hinaus diente die in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung organisierte Subkonferenz „Ambivalente Technologien und die Grenzen der Offenheit“ als Plattform für einen Wissensaustausch und diskutierte technologische, ethische und wirtschaftliche Zwiespaltthemen wie Drohnen, Datenschutz und Dual-Use.[34]

Der Anspruch der thematischen Offenheit die Problemstellungen diskutieren zu wollen, die von allgemeinem Interesse sind, bedingt auch Offenheit gegenüber Angelegenheiten, die Wirtschaft und Unternehmen betreffen. Lagen Schwerpunkte bisher vermehrt in Bereichen wie Politik oder Bildung, stellte „get re:ady!“ eine neue Arbeitswelt, unternehmerische Innovationen und insbesondere die Berliner Start-up-Szene in den Fokus: „Mit einer guten Idee endlich etwas eigenes aufbauen! Immer mehr Menschen bringen den Mut und die Entschlossenheit dafür auf und werden Gründerinnen und Gründer. Und das trotz aller Risiken und Nebenwirkungen! Wie das geht und was man dabei beachten muss, das möchten wir mit euch zusammen herausfinden, in unserem Themenschwerpunkt get re:ady.“[35]

Dafür gab es für Berliner Entrepreneur*innen ein extra Ticket sowie einen eigenen Bereich, in dem sich Unternehmen und Projekte aus allen Ecken der Welt begegneten. Eine Besonderheit stellte zudem der Besuch des Enterprise Europe Network dar, ein von der Europäischen Kommission initiiertes Netzwerk, das Wirtschaft und Wissenschaft, Kooperation und Wissenstransfer zusammenbringt und dessen Vertreter*innen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen beraten, vernetzen und fördern.[36]

In diesem Jahr konnte die re:publica auch ihren internationalen Blickwinkel ausweiten. Neben syrischen Online-Radio-Produzent*innen und iranischen Webaktivist*innen, wurde erstmals eine Partnerschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und den AfriLabs eingegangen. Hubs aus Afrika, Asien und Südamerika wurden zur Konferenz eingeladen, um mit ihnen über ihre Erfahrungen bei der Förderung von Technologien, Unternehmensinnovationen und Community Building zu diskutieren.

Innovationszentren wie das Ushahidi oder iHub verbreiten sich auf dem gesamten Kontinent und spielen eine wichtige Rolle in der stetig wachsenden Technologie- und Unternehmensszene Afrikas. Ähnliche Entwicklungen gab es bereits in Asien und Südamerika, wo co-working spaces, Technologie Hubs und Hackerspaces gemeinsam lokale Communities stärken. Seitens der afrikanischen Hubs kündigten sämtliche Vertreter*innen von AfriLabs ihre Teilnahme an, so dass alle AfriLab Mitglieder das erste Mal überhaupt während der für alle Konferenzteilnehmer*innen offenen Global Innovation Lounge aufeinander trafen.[37]

2014 – INTO THE WILD

Die re:publica 2014 begab sich unter dem Motto „INTO THE WILD“ „auf die Suche nach unerwarteten technischen Lösungen, überraschenden Impulsen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und eine ungezähmte Netzkultur“[38], denn die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden 2013 waren spürbar.

Es ging darum den Blick auf zuvor weniger beachtete Aspekte und Fragen zu lenken, um das Internet und die Gesellschaft der nahen Zukunft zu verstehen und zu verbessern: „Wenn Algorithmen uns zu gläsernen, kontrollierbaren weil berechenbaren Menschen machen, müssen wir vielleicht unberechenbarer werden? Die Auflösung von Strukturen, das Verlassen der populären Trampelpfade hinein ins Chaos, in die Irrationalität, in die Wildnis eben, könnten Strategien sein. Aber wie finden wir uns dann noch zurecht, wie finden wir zueinander? Wie flüstert man im Netz und vor allem: mit wem? Wird nicht, wer ein freies, unkontrolliertes Netz fordert, umso mehr kontrollieren müssen, wer dabei sein darf und wer draußen bleiben muss?“[39]

Im Juni 2013 wurde durch Edward Snowden das gewaltige Ausmaß der globalen Überwachung durch Geheimdienste wie NSA und GCHQ bekannt und nicht nur im Motto fanden die Enthüllungen und ihre Folgen einen Schwerpunkt, sondern auch in einer in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung organisierten eigenen Subkonferenz zum Thema „Überwachtes Netz“.[40] Highlights waren unter anderem die Kommunikationsaktivisten THE YES MEN, Jillian York und Jacob Appelbaum, die über Verschlüsselungstechniken sprachen, oder der kanadischen Sicherheitsexperten Ron Deibert (Citizen Lab), der Einblicke in die Welt des ‚Black Code‘ gab.

Inhaltlich bot die re:publica jedoch deutlich mehr und neben zahlreichen netzpolitischen Themen wurde über die Mobilität der Zukunft, Geschichte und Geschichtsvermittlung, Gesundheit, Bildung, Innovation, Kunst, Start-ups und viele weitere debattiert.[41] So gab es auch diesem Jahr wieder neue Kooperationen. Einen besonderen Schwerpunkt bildete unter anderem das „Science Lab“, eine Subkonferenz in Kooperation mit dem Wissenschaftsjahr 2014 „Die digitale Gesellschaft“. Open Science, Open Data und Open Process bildeten die Themenfelder, in denen Chancen und Grenzen von Wissen erforscht wurden. Zusätzlich wurde ein Science Hack Day veranstaltet, bei dem Entwickler*innen, Designer*innen, Wissenschaftler*innen und Hacker*innen zwischen 18 und 28 Jahren Wissenschaft und Technik zusammenbrachten und ihre Ergebnisse anschließend auf der Konferenz präsentierten.[42]

Zeitgleich zur re:publica fanden die MEDIA CONVENTION BERLIN, die droidcon und der LinuxTag auf dem Gelände der STATION Berlin statt, für die es separate Tickets gab. Die MEDIA CONVENTION Berlin stellte als Kongress, der konvergenten nationalen und internationalen Medienbranche eine zentrale Plattform bereit. Unter dem Motto „Media Rules!“ drehte sich alles um das Bewegtbildgeschäft und inhaltliche Schwerpunkte waren Medienordnung, Medienmarkt und gesellschaftliche Auswirkungen des Medienwandels..[43] Der Zuwachs von Internetnutzer*innen hat anders als erwartet nicht zu einer signifikanten Verdrängung anderer Medien in Deutschland geführt, sondern der Medienkonsum der Bevölkerung hat insgesamt zugenommen. So bietet die Partnerschaft mit dem eher klassischen, bisher im Rahmen der IFA veranstalteten Medienkongress weitere Möglichkeiten des Austausches.

Während des LinuxTag wurden hingegen von erfahrenen Anwender*innen und Entwickler*innen konkrete Techniken und Produkte, die im Umfeld von Open Source entstehen, vorgestellt und diskutiert. Die droidcon als weltweit größtes Treffen von Android-Entwickler*innen stand ergänzend unter dem Motto „Android everywhere“ und stellte das Mobile-Betriebssystem Android, seinen Einsatz und seine Vermarktung in den Mittelpunkt.[44] Damit befanden sich sicherlich mehr Techniker*innen und Entwickler*innen auf dem Konferenzgelände als jemals zuvor und sowohl theoretische als auch praktische Perspektiven auf das Thema Open Source erhielten weitere Beachtung.

Die Partnerschaften mit der droidcon und dem LinuxTag waren einmalig, die MEDIA CONVENTION Berlin rückte hingegen näher an die re:publica heran und durch ein gemeinsames Ticket, wurde in den folgenden Jahren der Austausch zwischen den Konferenz- und Kongressteilnehmer*innen zusätzlich vereinfacht.

2015 – FINDING EUROPE

Mit ihrer neunten Ausgabe nahm die re:publica 2015 unter dem Motto „Finding Europe“ den digitalen Kulturraum Europa und seine netzpolitischen Besonderheiten in den Fokus und versuchte dabei auch die Frage zu beantworten, ob es überhaupt eine ‚europäische digitale Gesellschaft‘ und einen ‚digitalen Kulturraum Europa‘ gibt. In vielen Vorträgen und Diskussionen ging es daher um das Europa von heute sowie morgen und sowohl netzpolitische Debatten wurden geführt, als auch weitere gesellschaftlich-relevante Themen reflektiert sowie aus verschiedenen europäischen Perspektiven betrachtet. Flüchtlinge, Migration oder auch die Zukunft der Stadt waren ebenso Thema, wie der digitale Binnenmarkt, Netzneutralität und Datenschutz.[45]

Das Global Innovation Gathering (GIG), das jährliche Treffen von Tech Hubs, Fablabs, Makerspaces und Innovations-Zentren aus aller Welt, war anfangs nicht als wiederkehrende Veranstaltung geplant. Nach dem ersten Treffen 2013 im Rahmen der Global Innovation Lounge bildete sich jedoch ein aktives Netzwerk, das weiterhin wächst und deren Mitglieder in ständigem Austausch stehen, sodass das GIG 2014 in die dritte Runde ging. Und war das GIG zu Beginn noch ein kleiner Space in der Haupthalle der re:publica, trafen sich die GIG-Teilnehmer*innen der diesjährigen Subkonferenz nicht nur auf einem großen Makerspace zum Austausch und gemeinschaftlichen Basteln, sie waren auch auf den Konferenzbühnen der re:publica mit mehreren Sessions vertreten. Auf dem GIG Makerspace konnten Teilnehmer*innen beispielsweise 3D-Druck mit elektronischem Müll oder Strom und Musik aus verfaultem Gemüse produzieren.[46]

Eine weitere Subkonferenz stand, so wie das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerichtete Wissenschaftsjahr 2015, im Zeichen der Zukunftsstadt. Mit einem wissenschaftlichen Rahmenprogramm sowie begleitenden Veranstaltungen wurde die Zukunft der Städte an der Schnittstelle von Technologie, Gesellschaft und Nachhaltigkeit in den Blick genommen und die Initiative zeigte, wie Forschung und Zivilgesellschaft eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen können.[47]

Als ganz neue Schwerpunkte kamen 2015 Musik und Mode hinzu: Zum allerersten Mal standen mit dem „re:cord Musicday“ Aspekte wie Big Data, Fingerprint Files, Streaming-Dienste oder Open Source in engem Zusammenhang mit Themen der Musikbranche. In Kooperation mit dem XJAZZ Festival, dem Reeperbahn Festival, all2gethernow e.V. und der Berlin Music Commission fand die neue Subkonferenz als eintägiges, durch die Musicboard Berlin GmbH gefördertes Event statt.

Dabei bot das Programm eine Mischung aus Konferenz zum Thema Musikwirtschaft in der digitalen Gesellschaft und Netzwerkplattform für die nationale und international Branche. Denn auch die Musikindustrie wurde von Maschinen und Technologien beeinflusst und heutzutage gibt es so viel Zugang zu Musik wie noch nie, sodass Musik und Digitales eng miteinander verflochten sind.[48]

Der Themenbereich Mode wurde ebenfalls in einer Subkonferenz aufgegriffen, die darüber hinaus mit EFRE-Mittel kofinanziert wurde. In Kooperation mit den International Fashion Trade Shows PREMIUM und SEEK sowie Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung/ Projekt Zukunft, entstand die #FASHIONTECH BERLIN. „Sie verbindet Gadgets, Hacking und Mode und schlägt damit eine längst fällige Brücke zwischen Technik und Design. Denn Wearables – und ihre Möglichkeiten einer alles durchdringenden Konnektivität – werden in letzter Zeit besonders in Bezug auf das Internet der Dinge (IoT) interessant.“[49] Neben Vorträgen, Workshops und MeetUps gab es in den drei Konferenztagen eine Ausstellungsfläche. Vorangegangen war eine #FASHIONTECH BERLIN-Konferenz mit Talks, Vorträgen, Workshops im Rahmen der Berlin Fashion Week.

2016 – TEN IST NET

2016 wird die zehnte Ausgabe der re:publica veranstaltet. Für das Jubiläum lautet das Motto „TEN ist NET“ und stellt klar „Besucher*innen sind Speaker. 
Gäste sind Akteure. […] Die Grenzen zwischen den Menschen auf den Bühnen und denen davor sind fließend, Interaktion ist Reflexion ist Kommunikation, und nur der Austausch von allen und allem macht den Blick aufs Ganze möglich.“[50]

Die Reflexion spielt hier eine doppelte Rolle. Einerseits sieht sich die re:publica seit längerem als Spiegel der Gesellschaft. Nicht nur, was die Themen auf der Konferenz betrifft. Mit einem fast ausgeglichenen Geschlechterverhältnis sowie Beiträgen aus verschiedensten Communitys und internationalen Sprecher*innen macht sie die Diversität unserer globalisierten Welt sichtbar.[51]

Andererseits ist das Ziel, sich selbst den Spiegel vorzuhalten und gemeinsam zurückzublicken und zu reflektieren. Dieser Anspruch wird darüber hinaus von dem Eventdesign aufgegriffen und verstärkt. Es integriert Spiegel in der Architektur und verwendet reflektierende Materialien auf Merchandiseartikel.

Zu jedem Rückblick gehört aber auch ein Ausblick. Diesen erleben die Besucher*innen der zehnten re:publica zum Beispiel im labore:tory. Die Zukunftsvisionen und Möglichkeiten der Virtual Reality bekommen 2016 zum ersten Mal eine eigene Bühne. Im Kühlhaus auf drei Ebenen können Neugierige in virtuelle Welten eintauchen und Teil einer neuen Zukunftsvision werden. Die Verbindung von VR-Technologien mit Kunst und Kreativität nimmt hier eine besondere Rolle ein.

Einen Schritt weiter ging die zweitägige Subkonferenz „Performersion – Days of Performing & Immersive Arts“. Sie widmete sich der Vernetzung der freien darstellenden Künste mit der Digitalkultur und wurde von der re:publica in Kooperation mit dem Performing Arts Programm (PAP) des LAFT Berlin veranstaltet und durch die LOTTO-Stiftung gefördert.[52]

Um gemeinsam besser in den Dialog treten zu können, wurde die von der re:publica bespielte Fläche wieder ausgebaut und umgestaltet. Neben dem *innenhof als Begegnungsstätte am Eingang der STATION kommt 2016 im hinteren Bereich noch eine Networking Area dazu. Hier konnten im Voraus der re:publica Meetups sowie Lightning Talks eingereicht und während der Konferenztage veranstaltet werden. Ein Angebot also, das direkt aus der Community kommt.

Weitere Programmschwerpunkte und Subkonferenzen waren das Global Innovation Gathering, Netzpolitik, Hatespeech, die Digitalisierung und Transformation der Arbeitswelt, der Music Day, die #FASHIOTECH Berlin, Immersive Arts, FinTech, die Tracks re:learn, re:health und re:think Mobility sowie Subkonferenz re:fugees in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung.

Noch im selben Jahr streckt die re:publica die Fühler nach Europa aus und veranstaltet einen Ableger der erfolgreichen Konferenz in Dublin. „Dublin besticht als wichtiger und großer IT- und Technologiestandort in Europa. […] Die digitale Gesellschaft ist und wird immer globaler, immer vernetzter. So ist es für uns nur konsequent, international eine stärkere Präsenz zu zeigen“,[53] erklärt Andreas Gebhard die Entscheidung für den Standort. Mehr als 200 Besucher*innen und 33 Sprecher*innen besprechen in Vorträgen und Diskussionen die Themen Überwachung, Datenschutz, Hatespeech und FinTech.

2017 – LOVE OUT LOUD

Mit ihrem Vortrag „Organisierte Liebe“ auf der re:publica 2016 inspirierte Kübra Gümüşay die Gründer*innen der re:publica zum Motto der darauf folgenden Konferenz. Das Motto „Love Out Loud“ war geboren. „Seit Gründung der re:publica sind Respekt und der Wunsch nach Vielfalt die Grundlage unseres Tuns; positives Nach-vorne-Denken, Neugierde und Offenheit bestimmen seither den Spirit der Veranstaltung,“[54] erklären sie ihre Entscheidung.

„Unsere Bühnen widmen wir 2017 vor allem jenen, die sich couragiert für Menschlichkeit einsetzen. ‘Love Out Loud!’ ist deshalb auch als Ermutigung und Einladung zu verstehen, auf der re:publica die Stimme zu erheben,“[55] heißt es weiter. Diesem Ruf folgten 1030 Sprecher*innen sowie 9000 Besucher*innen aus mehr als 70 Ländern.[56]

Den couragierten Bürger*innen kommt nicht nur im Netz eine besondere Rolle zu, wo rechte Shitstorms und Hatespeech es Minderheiten immer schwerer machen, ihre Stimme zu erheben. Sondern auch im sogenannten „real life“ (RL), wo die Rechte der freien Presse sowie der freien Meinungsäußerung von autokratischen Regierungen bedroht werden.

So eröffnen die Aktivist*innen Ramy Raoof, Katarzyna Szymielewicz und Mátron Gergely die re:publica mit ihrem Talk „Loving out loud for those who are being silenced“. In ihrem Vortrag reflektieren sie gemeinsam mit Journalist*innen die veränderten und erschwerten Bedingungen für Presse- und Meinungsfreiheit innerhalb und außerhalb von Europa. Zu mehr Zivilcourage on- und offline ruft auch die Autorin Carolin Emcke in ihrem Vortrag „Reflexion: Love Out Loud“ auf: „Wer gedemütigt und verletzt wird, wer verachtet und angegriffen wird, soll sich nicht selbst wehren müssen.“[57]

Passend zu den Solidaritätsbekundungen und -forderungen nahm das Eventdesign Demonstrationsschilder als Designelement auf und bedruckte sie in allen Farben des Regenbogens. Das visualisierte die re:publica einerseits als eine Bewegung der Vielfalt, gab ihr andererseits dank der knallbunten Farben eine ganz eigene Leichtigkeit mit.

Neu auf der re:publica 2017 war der re:connecting Europe Space. Ziel war es hier, Kreative aus ganz Europa zu vernetzen und gemeinsam Potenziale und Herausforderungen zu identifizieren und anzugehen. Gefördert wurde die Initiative vom Auswärtigen Amt. Doch sollte die Diskussion wieder über die Grenzen Berlins hinaus gehen. Noch im selben Jahr streckte die re:publica ihre Fühler zum zweiten Mal nach Dublin und zum ersten Mal nach Thessaloniki aus, um ihr europaweites Netzwerk aufzubauen.

Weitere Programmschwerpunkte waren bei der re:publica 2017 wie auch in den vorangegangen Jahren das Global Innovation Gathering, der Zukunftsspielplatz labore:tory und die neue Subkonferenz sub:marine in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsjahr 2016-17 mit dem Thema Wissenschaftskommunikation um Ozeane und Klimawandel.[58]

2018 – POP

Die Popkultur ist längst ins Internet gewandert und das Internet selbst ist Popkultur geworden. Diesem Status Quo trägt das Motto der re:publica 2018 Rechnung: POP. Doch wie auch in den Jahren zuvor ist es offen für Interpretationen und zeichnet sich durch seine Mehrdeutigkeit aus. Ausgeschrieben steht es für „Power of People“, also die Stärke der Menschen und die Macht von Bürger*innen, wenn sie sich zu einer Bewegung zusammenschließen.

Nachdem es 2017 darum ging, Zivilcourage wieder aufleben zu lassen und füreinander einzustehen – also näher zusammenzurücken und eigene Räume einzufordern und zurückzufordern – geht es 2018 darum, die eigene „comfort zone“ zu verlassen, gemeinsam aktiv zu werden und die Stärke der vielen sichtbar zu machen.

In Design und Architektur der Konferenz wurde das Motto mithilfe von Seifenblasen als Motiv und Greenscreens an mehreren Orten aufgegriffen. Die Greenscreens konnten von allen Teilnehmer*innen der re:publica 2018 per App gesteuert und bespielt werden. „Dadurch kann gezeigt werden, dass das Netz aufgrund von Algorithmen und Pressemitteilung individuellem Nutzerverhalten für jeden anders aussieht.“[59] Die Initiator*innen der re:publica wollen dazu anregen, die eigene „Blase“ – im Netz spricht man hier von „Filterbubbles“ – zu verlassen, „gefasste Meinungen und Bilder zu überdenken und sich für anderen Sichtweisen zu öffnen.“[60]

Dem einzelnen Menschen wird insbesondere beim IBM #HRFestival Rechnung getragen. Die Arbeitswelt sieht sich großer Transformationen gegenüber. Neben der digitalen Transformation mischen auch New Work und die Industrie 4.0 die Arbeitswelt von heute auf und stellen Unternehmen sowie Mitarbeiter vor neue Herausforderungen. Dem, der mit ihr umzugehen und sie in seiner Organisation richtig einzusetzen weiß, bietet diese Transformation aber auch große Chancen. Der HR kommt hier eine besondere Rolle zu, sowohl als Vermittler zwischen den Parteien als auch als Wegbereiter. So wurde beim IBM #HRFestival diese neue Rolle des Personalwesens diskutiert.[61]

In Ergänzung dazu wird unter der Subkonferenz „We Can Work It Out“ anlässlich des Wissenschaftsjahres 2018 – „Arbeitswelten der Zukunft“ in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) diskutiert, welchen Einfluss technische und soziale Innovationen auf die Arbeit der Zukunft haben.

Das Global Innovation Gathering und die von der Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützte Initiative „Tech for Good“ weiten 2018 unsere westlich-europäische Perspektive und werfen einen Blick auf Technologie, Innovationen und Maker Kultur aus Asien, Afrika und Lateinamerika.

Außerdem geht die re:publica 2018 mit dem Netzfest in die Verlängerung und öffnet sich einem breiteren Publikum. Direkt neben der STATION, wo die re:publica drei Tage lang stattfand, im Park am Gleisdreieck bietet das Netzfest eine Plattform der Information und des Austauschs für jedermann. Berliner*innen und Gäste der Hauptstadt waren dazu eingeladen, sich z.B. in interaktiven Workshops, spannenden Vorträgen rund um digitale Themen wortwörtlich „netzfest“ zu machen. Die Veranstaltung war für alle kostenlos und richtete sich an Besucher*innen jeden Alters, Familien sowie Menschen mit und ohne digitale Vorkenntnisse.

„Unser Ziel war es seit den Anfängen der re:publica viele Menschen für Themen rund um die digitale Gesellschaft zu begeistern. […] Wir möchten uns damit einer breiteren Zielgruppe noch mehr Menschen sensibilisieren, begeistern und komplexe digitale Themen für jeden erlebbar machen“,[62] beschreibt Andreas Gebhard die Motivation für die neue Veranstaltung.

Den Blick über den Tellerrand wagte die re:publica 2018 auch mit einer weiteren Internationalisierung. Im Rahmen des vom Auswärtigen Amt geförderten, vom Goethe Institut realisierten und vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) unterstützten Deutschlandjahres USA reiste die re:publica zusammen mit dem Reeperbahn Festival und dem next media accelerator für fünf Termine in die USA.

„Mit der Sequencer Tour präsentieren wir innovative Veranstaltungsformate und bieten darüber eine Plattform für den transatlantischen Dialog zu digitalen Gesellschaftsthemen“,[63] so Andreas Gebhard. In ihrem Programm konzentrierte sich die re:publica auf die Themen „Politics & Society“ sowie „Leisure & Lifestyle“.

Des Weiteren zog es die re:publica im Dezember 2018 nach Accra, die Hauptstadt Ghanas. Zusammen mit dem Impact Hub Accra als Partner vor Ort und Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) organisierte sie ein zweitägiges Digitalfestival unter dem Motto „Next Level“.

„Wir wollen unbekannte Räume erkunden und komplexe Ideen beleuchten, uns selbst herausfordern und dabei nie den Spaß daran verlieren, voneinander zu lernen. Das Ziel der afrikanischen re:publica-Ausgabe ist es, den afrodeutschen Dialog zu digitalen Themen zu stärken und dabei Schnittstellen zwischen Digitalisierung und kollaborativen Entwicklungsbemühungen zu nutzen,“[64] heißt es in der Selbstbeschreibung der Konferenz.

2000 Teilnehmer*innen und 274 Sprecher*innen aus 30 Ländern diskutierten an den zwei Tagen die Themen Netzneutralität, Datenschutz, Bürger*innenrechte, KI und weiteren Digital- und Gesellschaftsthemen wie „Access“, „Waste“, „Future”, „Female”, „Tech for Good“ und „Data”.

2019 – TL;DR

Als Internetnutzer suchen wir gezielt nach einzelnen Informationen, lassen uns in den sozialen Medien von Informationshäppchen unterhalten und lesen von Artikeln nur noch die Überschriften. Unsere Aufmerksamkeitsspanne für Informationen, die wir auf unserem Smartphone wahrnehmen, beträgt nur wenige Sekunden. Dieser Zergliederung und Oberflächlichkeit will die re:publica 2019 mit ihrem Motto „TL;DR“ (Internet-Slang für „too long; didn’t read“) etwas entgegensetzen.

Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen, Sprecher*innen und Partner*innen möchte die re:publica 2019 noch genauer hinter die Kulissen schauen und weiter in die Tiefe gehen als zuvor. „Wenn Verkürzungen zu simplen Parolen und Slogans werden, die missbraucht werden, um die Gesellschaft zu spalten und demokratische Systeme zu zerstören, müssen wir mit Wissen und Information, mit Empathie, Dialog und Solidarität dagegen halten“,[65] heißt es in der Begründung für das Motto der re:publica.

Darüber hinaus bietet die re:publica 2019 der Community mehr Platz zur Partizipation und Gestaltung ihres eigenen re:publica-Erlebnisses. Das Gelände wurde um ein Weiteres vergrößert. Wobei die Networking Area und der Innenhof am Eingang der STATION um mehrere Standorte der Begegnung über das gesamte Gelände der STATION sowie Teile des Deutschen Technikmuseums ergänzt wurden. Dazu gehörten der Community Garden, eine re:cruiting-Area, ein Maker Space, mehrere Meetup Spaces und eine Community-Stage. „Damit wird die re:publica Berlin so abwechslungsreich und thematisch vielfältig wie nie zuvor”,[66] beschreibt Andreas Gebhard die Veränderungen.

Das Thema Wissensvermittlung spielte in bei der re:publica 2019 eine besondere Rolle. Erstmalig wurde die TINCON im Rahmen der re:publica veranstaltet. Die Konferenz richtet sich an Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren sowie Schulklassen. Also an die Menschen, die mit dem Internet, Smartphones und der digitalen Welt aufgewachsen sind. Unter dem Oberbegriff „Next Generation“ wurde die TINCON zusammen mit der Subkoferenz re:learn im Kühlhaus veranstaltet. Ergänzt wurde das Programm von der Berufswahl- und Ausbildungsmesse „Jetpack“.[67]

Weitere Themenschwerpunkte und Subkonferenzen waren Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung & Mobilität, Kultur & Digitalisierung sowie die Fachkonferenzen „Events re:loaded – Festivalisierung von Veranstaltungen“ und „Digital Hemp – Hanf: das Öl des 21. Jahrhunderts“.

Der Bedarf an Diskussionsräumen, wie die re:publica sie bietet, war größer denn je. Insgesamt besuchten 25.000 Teilnehmer*innen sowie 1135 Sprecher*innen und 930 Journalist*innen die re:publica 2019.[68] Die TINCON konnte selbst 2500 Besucher*innen zählen.[69] Damit zeigt die re:publica weiterhin ein rasantes Wachstum und steigende Relevanz auf.

2020 – ASAP

Die re:publica 2020 widmet sich mehr denn je dem Thema Nachhaltigkeit. Das vorangegangene Jahr wurde geprägt von Klimaaktivist*innen, Fridays For Future und Greta Thunberg. Mit einer Dringlichkeit forderte sie schon im Januar 2019 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: „I don’t want you to be hopeful, I want you to panic! I want you to feel the fear I feel every day and then I want you to act!“[70]

Mit dem Motto „ASAP“ (As soon as possible) macht die re:publica auf die gefühlte und reale Dringlichkeit in allen Bereichen unseres Lebens aufmerksam und legt den Finger in die Wunde. Sie will eine Plattform und Diskussionsforum für die dringenden Fragen des neuen Jahrzehnts bieten – auch über das Thema Nachhaltigkeit hinaus. Nicht nur in der Arbeitswelt geht es scheinbar immer mehr um die eigene Performance sowie die Optimierung des eigenen selbst. Schon längst hat das Mantra auch unser Privatleben erreicht.

„ASAP symbolisiert Aufbruchstimmung, Aktionismus und Bewegung“,[71] erklärt Jeannine Koch, Direktorin der re:publica. Deshalb geht es bei der diesjährigen re:publica nicht nur um den Dialog und Austausch unterschiedlicher Meinungen, sondern viel mehr um das eigene Erleben. Erstmals wird es einen dezidierten Ort geben, der Akteur*innen und Partner*innen einen Raum gibt, sich selbst und die eigene Arbeit zu präsentieren und Nachhaltigkeit erlebbar zu machen.

Die Themenschwerpunkte der re:publica sind 2020 weiterhin Politik, Technologie und Kultur. Dazu kommen Arbeit(swelten), Stadtentwicklung, Partizipation mit der Subkonferenz „Bottom Up“, Bildung (re:learn), sowie Bewegung und Bewegungen („On the move“). Darüber hinaus betrachtet der Track „EmanziTech“ die Schnittstelle von Technik, Politik, Körper und Sexualität. Der Schwerpunkt „The Golden Age“ widmet sich den Themen Zeit und Alter(n) und in der Subkonferenz „Virtually Fashionable“ geht es um nachhaltige Mode.

PARTNERSCHAFTEN, TEILNEHMENDE UND HELPING HANDS

Ein zentrales Ziel einer Veranstaltung besteht heutzutage darin, sie nicht nur für die Teilnehmer*innen, sondern mit den Teilnehmer*innen gemeinsam zu gestalten, um sie zu einem wesentlichen Bestandteil des Geschehens werden zu lassen. Die Teilnehmerschaft der re:publica ist zudem überwiegend sehr gut informiert, anspruchsvoll und besitzt selbst Expertise in den Themenbereichen der Konferenz.

Um die Rollen zwischen Besucher*innen und Redner*innen daher möglichst fließend gestalten zu können, ruft das Konferenz-Team jedes Jahr unter anderem zu einem „Call for Papers“ auf, dem 2019 zuletzt über 900 Einreichungen folgten.[72] Neben dem kuratierten Programm, dem der Subkonferenzen und Partner*innen, werden ca. 50 % der Sessions des Hauptprogramms aus den Ergebnissen des Call for Papers besetzt. Lightning Talks sowie eine Community-Stage bieten zudem kurzen Vorträgen und Sprecher*innen aus der Community eine weitere Bühne. Diese vielschichtige Struktur trägt auch zur thematischen Offenheit der Veranstaltung bei.

Das Besondere an der re:publica ist der heterogene Mix an Besucher*innen, denn im Gegensatz zu vielen anderen Konferenzen dieser Art, verzeichnete die re:publica 2019 ein ausgeglichenes Geschlecherverhältnis sowohl vor als auch auf den Bühnen. Die Sprecher*innen der Konferenz sind zwischen 12 und 70 Jahre alt – 2014 stattete außerdem eine Gruppe des SeniorenComputerClubs Berlin-Mitte der Konferenz einen Besuch ab.[73]
Dieser einzigartige Mix und die Diversität der Teilnehmerschaft ist dabei kein Zufall, sondern von den Organisator*innen gewünscht und gefördert, was sich beispielsweise in dem auf der Webseite veröffentlichten „Code of Conduct“ zeigt: „Eine Gesellschaft lebt von der Vielfalt ihrer Mitglieder – das gilt erst recht auch für die digitale Gesellschaft! Deshalb ist die re:publica eine Konferenz, die die Andersartigkeit feiert und keinen Menschen aufgrund von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, Aussehen, Hautfarbe, Herkunft oder Religion ausgeschlossen wissen möchte. Dieselbe Einstellung erwarten wir auch von unseren Teilnehmer*innen. Wir wollen mit euch eine gewaltfreie und friedliche Veranstaltung erleben.“[74]

Der re:publica ist es gelungen, trotz ihres enormen Wachstums ihren ursprünglichen Charme zu bewahren, denn „nirgendwo anders mischen sich Hacktivisten so selbstverständlich mit Businessbesuchern und auf wenig anderen Veranstaltungen wird so kontrovers und gleichzeitig gut gelaunt diskutiert wie auf der re:publica in Berlin“[75]. Dies liegt auch an der Art, wie Kooperationen gestaltet und Partner*innen eingebunden und beraten werden, denn die Konferenz versteht sich nicht als „Marketingveranstaltung mit dem üblichen Anteil an Produktpräsentationen und Verkaufsgesprächen“[76].

Entsprechend gibt es keine klassischen Stände auf dem Gelände, denn Partner*innen werden als unverzichtbarer Teil des Events verstanden und nicht als Fremdkörper von den Besucher*innen wahrgenommen. Dafür wird für jede Kooperation ein integrierendes Konzept entwickelt und in enger Abstimmung werden gemeinsam inhaltliche und praktische Beiträge erarbeitet. Diese Art der Präsentation und den daraus entstehenden Mehrwert für alle Beteiligten, wissen Sponsor*innen, Förderer und Partner*innen zu schätzen.

Zu den wichtigsten Partnerschaften gehören mittlerweile die Kooperationen mit dem Global Innovations Gathering, der MEDIA CONVENTION Berlin sowie Daimler, doch die Zusammensetzung der Sponsor*innen und Förderer der letzten Jahre insgesamt ist bunt. Vom WWF, der Aktion Mensch oder Viva Con Agua, über Hornbach, IBM und Google, bis hin zum Land Baden-Württemberg, der Bundeszentrale für politische Bildung oder der Europäischen Union sind sehr unterschiedliche Akteur*innen, Unternehmen und Institutionen vertreten.

Dabei ist die re:publica nicht unpolitisch und ihre Gründer*innen stehen Themen, Problemstellungen und Diskussionen nicht unkritisch gegenüber. 2014 wurde die Konferenz beispielsweise mit dem Appell „Kriminell agierende Geheimdienste haben uns das Netz entrissen. Hier geht es um unsere Grundrechte. Wir fordern die Bundesregierung auf, diese Grundrechte durchzusetzen. Das ist unser Netz, lasst es uns gemeinsam zurück-erkämpfen!“[77] eröffnet.

Im Rahmen dieser Eröffnung durch die Gründer*innen wurde zudem Solidarität mit damals inhaftierten Blogger*innen wie den uigurischen Redakteur und Wirtschaftsprofessor Ilham Tohti oder der vietnamesischen Polizistin Tạ Phong Tần bekundet und unter anderem Asyl für Edward Snowden gefordert. Währenddessen standen zudem nicht nur die Gründer*innen auf der Bühne, sondern auch der damalige Geschäftsführer des Medienboards Berlin-Brandenburg Elmar Giglinger, der die MEDIA CONVENTION Berlin eröffnete und Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei, der „sich im Namen des Landes Berlin bei der re:publica für den Einsatz für Freiheit im Internet und den Kampf für die Freiheit von staatlicher Überwachung“[78] bedankte.

Trotz oder auch wegen der klaren Positionen, die die re:publica bezieht, gelingt auch die inhaltliche Integration von Akteur*innen, die auf den ersten Blick nur schwer einzubinden scheinen, wie zum Beispiel den Daimler-Chef Dieter Zetsche, der auf der re:publica 2013 sprach. Dieser ungewöhnliche Auftritt des Großkonzernvertreters füllte nicht nur die Reihen der Hauptbühne, sondern Aussagen wie „Wenn es Daimler in 126 Jahren noch geben soll, dürfen wir Dinge nicht mehr so wie bisher machen“[79] oder „Wenn es Veränderungen gibt, es ist klug, Teil der Veränderung zu sein“[80] machten Zetsches Auftritt zu einem Highlight mit viel positivem Feedback aus der Teilnehmerschaft.

Neben Partner*innen, Sprecher*innen oder Gästen sind die „Helping Hands“ wichtiger und entscheidender Bestandteil der Konferenz und ihrer Durchführung. So wie es einen Call for Papers gibt, sucht die re:publica jedes Jahr über den „Call for Help“ nach freiwilligen Helfer*innen, die das Team in der Umsetzung der Veranstaltung unterstützen. Für den freien Konferenzeintritt übernehmen sie einen Tag lang Aufgaben beim Aufbau, bei der Akkreditierung der Teilnehmer*innen oder Betreuung der Bühnen. 2015 waren rund 500 freiwillige Helfer*innen im Einsatz und das Angebot findet viele Interessent*innen. Bereits im März 2015, länger als einen Monat vor Beginn der Konferenz, waren alle Schichten verteilt.[81]

Anders als auf anderen Konferenzen werden die Helfer*innen auch nicht ‚versteckt‘, sondern sind auf vielen Bildern und Aufzeichnungen zu sehen sowie Teil der jährlichen Danksagungen, Statistiken und Umfragen. Auch von den Besucher*innen, Sprecher*innen und Partner*innen werden sie sehr geschätzt. Genauso unterschiedlich und bunt wie die Gäste sind auch die ‚helfenden Hände‘ – unter den Helfer*innen trifft man zudem Besucher*innen, die bereits seit einigen Jahren Teilnehmer*innen der Konferenz sind.

Ein weiteres wichtiges Mittel, um all den beschriebenen Anforderungen und Erwartungen gerecht werden zu können, stellt die jährliche Umfrage dar, an der 2015 über 1000 Personen teilnahmen und 32 Fragen beantworteten. Die Umfrageergebnisse werden auf der Webseite der re:publica veröffentlicht. Wieder zeigte sich, dass die Motivation für den Besuch der Konferenz unter den Teilnehmer*innen unterschiedlich. 51 % gaben an, die re:publica als eine Art ‚Klassentreffen‘ zu verstehen, während dem sie alte Bekannte wiedersehen, 53 % nutzen die Konferenz zur beruflichen Weiterbildung und 84 % der Teilnehmer*innen kommen vor allem aufgrund der Programmgestaltung.[82]

VERANSTALTUNGSORT, DESIGN UND DIGITALER RAUM

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Gestaltung von Interaktion stellt die räumliche Umgebung einer Veranstaltung dar. „Damit ein Event glaubhaft ist und Interaktion entstehen kann, müssen Thema und Veranstaltungsziele auch räumlich erfahrbar werden.“[83] Die Wahl des Veranstaltungsortes traf die re:publica aus diesem Grund auch nicht zufällig. Fand sie bis 2011 noch in den drei benachbarten Orten Friedrichstadtpalast, Kalkscheune und Quatsch Comedy Club in Berlin-Mitte statt, zog sie 2012 in die STATION Berlin und hat an Platz und Optionen gewonnen: „Der Standortwechsel hat der Veranstaltung gutgetan, ein zentraler Platz eignete sich für Plausch und Gedankenaustausch – und als geeignetes Forum für die zahlreichen Sponsoren, die sich zuvor in den Etagen des Friedrichstadtpalastes verloren.“[84]

In enger Zusammenarbeit mit den Inhaber*innen der neuen Veranstaltungsstätte wird das Gelände seit dem Einzug weiterentwickelt und ausgebaut, um ein gemeinsames Weiterdenken der Location zu ermöglichen. Dabei legen die Veranstalter*innen der re:publica Wert auf die Tatsache, dass sie den Ort und die Atmosphäre des Events so einladend und persönlich empfinden, dass sie auch selbst dort hingehen würden. Diese persönliche Nähe schafft Behaglichkeit und eine emotionale Aufenthaltsqualität für alle Teilnehmer*innen.

Der zusätzliche Platz in den neuen Räumlichkeiten wird zudem genutzt, um neue Gestaltungsformate und -konzepte umsetzen zu können. Auch hier steht das Motto im Mittelpunkt und wird in einem jedes Jahr wechselnden Design erlebbar gemacht. Da sich das Design durch sämtliche Räume zieht und sich auf den Bühnen, Ständen, in den Hallen sowie allen verwendeten Medien, von der Webseite bis zur Visitenkarte, wiederfindet, bedeutet eine jährliche Neugestaltung einen bemerkenswerten, doch lohnenswerten Aufwand.

2013 waren beispielsweise überall abstrakte Figuren zu finden, Bühnen und Stände waren aus weißen Pappwürfeln gebaut und durch aufwändige Animationen wurden die Figuren auf den Würfeln der Bühnen zum Leben erweckt. 2014 entstanden dem Motto „INTO THE WILD“ angepasst Bühnen und Stände aus bepflanzten Bäckerkisten und in der Haupthalle hingen lange Drucke von Bäumen. Auch die Partnerstände passten sich dem Design an und setzten es kreativ um, sodass eine Waldatmosphäre entstand. 2015 wandelte sich die STATION hingegen in einen Flughafen und Lautsprecher-Ansagen schallten durch die Hallen.

Zu den bekanntesten Elementen der Raumgestaltung gehören der ‚Affenfelsen‘, der Sitzgelegenheiten inmitten der Haupthalle bietet, sowie die Monobloc-Stühle aus der Ausgabe 2012, die eine Intensivierung der Diskussion unter den Teilnehmenden fördern sollten. Die Stühle sind bunt, ohne Logo und konnten auf dem gesamten Gelände verteilt werden. Neben den klassischen Konferenzstühlen standen den Besucher*innen so Monoblocs zur Verfügung, die dahin mitgenommen werden konnten, wo sie gebraucht wurden und anschließend gegen Entgelt auch mit nach Hause genommen werden konnten.[85]

Affenfelsen re:publica 2015 (cc-by-sa re:publica/Gregor Fischer)

Zu den wichtigsten Merkmalen des neuen Konferenzgeländes gehört zweifelsohne der Innenhof. In den ersten Jahren war er während der gesamten Konferenz für alle zugänglich, später konnte er aufgrund der gestiegenen Teilnehmerzahlen ohne Ticket nur noch Abends betreten werden. Seit 2015 kann der Innenhof nicht mehr ohne Ticket betreten werden. Doch werden für die Abende vergünstigte Tickets angeboten, so können weiterhin Besucher*innen netzwerken, die beispielsweise aufgrund ihres Jobs tagsüber nicht teilnehmen konnten. Der Innenhof bietet als zentrale Stelle des Geländes, deren Hallen den Hof umrunden, einen einladenden Treffpunkt und schafft Gelegenheit für Gespräche und das Sitzen in der Sonne.

Innenhof STATION Berlin re:publica 2015 (cc-by-sa re:publica/Gregor Fischer)

Innenhof STATION Berlin re:publica 2015 (cc-by-sa re:publica/Gregor Fischer)

„Die Entwicklung von innovativen Formaten, die Interaktion und Partizipation ermöglichen, ist zentral, um bedeutungsvolle Events im digitalen Zeitalter zu gestalten. Um nachhaltig Communities zu bestimmten Themen im Umfeld eines Events zu entwickeln, müssen neben diesen physischen Räumen jedoch auch die entsprechenden digitalen Räume entstehen.“[86]

Dazu wird zum einen ein gemeinsam mit newthinking communications entwickeltes Drupal-Konferenzsystem verwendet, über das sowohl der Call for Papers, die Bewertung und Auswahl der Konferenzbeiträge, der Call for Help, als auch die Zusammenstellung des Programms abgewickelt wird. In diesem erstellen die Konferenzsprecher*innen zudem ihre ‚Speaker-Profile‘, die auf der Webseite erscheinen und können direkt mit dem Team Kontakt aufnehmen. Das ‚Event-Drupal‘ wird auch anderen Veranstalter*innen als Dienstleistung angeboten.

Des Weiteren nutzt die re:publica von Beginn an zahlreiche Online-Angebote anderer Anbieter*innen und ist mittlerweile nicht mehr nur auf Twitter vertreten, sondern auch Facebook, Flickr, Instagram oder YouTube. Fotos der Konferenzen sind beispielsweise größtenteils auf Flickr zu finden, allein aus dem Jahr 2015 hunderte Video-Aufzeichnungen auf YouTube und Audio-Podcasts von nahezu jeder Session 2015 auf der Webseite des Partners Voice Republic.[87]

Zusätzlich zu den Aufnahmen des Bühnenprogramms werden Hintergrundinterviews mit den Referent*innen und Gründer*innen durch DCTP.TV angeboten. Neben den Videos auf YouTube, die nach den Sessions veröffentlicht werden und verfügbar bleiben, wurden die Vorträge der beiden Hauptbühnen erst mit dem Kooperationspartner SPIEGEL ONLINE und später über den YouTube-Kanal der re:publica live übertragen.

Seit 2013 gibt es zudem einen Reader, der gemeinsam mit der Deutschen Journalistenschule (DJS) und der Self-Publishing Plattform epubli als „schnellstes Buch der Welt“ noch während der Konferenz veröffentlicht wird und in den eBook-Shops von Apple, Google, Amazon & Co. auch noch nach Veranstaltungsende verfügbar bleibt.[88] In diesem werden die Geschehnisse und Themen der drei Konferenztage zusammengefasst und so auch ein weiteres Medienformat in die Berichterstattung der Konferenz integriert.

Alle Inhalte wie Videos oder Fotos werden zudem unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht und können so unkompliziert geteilt und schnell verbreitet werden.

2014 kam noch ein weiterer Kommunikationskanal hinzu und in Kooperation mit dem Berliner Fenster wurden nahezu alle Sendeformate der Berliner U-Bahnen genutzt, um über die re:publica zu berichten. Für dieses neue TV-Format produzierten die Schüler*innen der DJS News und Updates live vor Ort.[89] 2017 wurde diese Kooperation auf die Münchener Fenster ausgedehnt.[90]

Mit diesem umfangreichen Angebot bereitgestellter Kommunikationswege haben die Konferenzbesucher*innen auch die Möglichkeit, sich schon vor der Veranstaltung auf Themen vorbereiten und sich über sie austauschen zu können, sodass auf der Konferenz selbst Lösungsideen und -ansätze diskutiert werden. So entsteht sowohl für die Veranstaltung als auch ihre Teilnehmer*innen ein großer Mehrwert, der zur Qualität des Events beiträgt. Darüber hinaus ist eine umfassende und schnell verlaufende Kommunikation unter den Teilnehmer*innen der Konferenz sowie mit Personen möglich, die nicht anwesend sind, wodurch sich auch die Zahl der Akteur*innen erhöht, die sich aktiv am Verlauf und der Gestaltung der re:publica und ihrer Kommunikation beteiligen können.

Dieser umfangreiche Gestaltungsspielraum ist entscheidend für das Gelingen der re:publica und konnte über die Jahre bewahrt werden. Dass dies nicht einfach ist, zeigt sich an der Zahl der beteiligten Partner*innen und Helfer*innen, den steigenden Anforderungen und Aufwänden in der Kommunikation, die von dem gesamten Team bewältigt werden, jedoch auch an den technischen Herausforderungen, die einhergehen.

So gab es zum Beispiel re:publica-Ausgaben, während derer kein funktionierendes WLAN zur Verfügung gestellt werden konnte und auch der Zugang über den Mobilfunkanbieter zeitweise nicht möglich war. Denn kaum ein Gast führt nur noch ein internetfähiges Gerät mit sich, sondern in der Regel zwei bis drei, die zudem permanent versuchen eine Verbindung zum Internet herzustellen. Sowohl die Mobilfunkanbieter mussten entsprechend aufrüsten als auch die re:publica.

Seit 2013 funktioniert das WLAN in der STATION Berlin problemlos und im selben Jahr veröffentlichte die re:publica gemeinsam mit OpenDataCity und picocell die Visualisierung einer Besucherstromanalyse. In dieser können die Bewegungen von rund 6700 verschiedenen Geräten, die sich während der gesamten drei Konferenztage 2013 mit dem Netz der Veranstaltung verbunden hatten, auf einem Geländeplan verfolgt werden.[91]

AUSBLICK

Auch die zukünftigen Ausgaben der re:publica werden ihre Zielgruppen, Themenschwerpunkte und Gestaltungsspielräume stetig weiterentwickeln und ausbauen, um den Ansprüchen der Teilnehmer*innen aber auch den eigenen, der Gründer*innen und des Teams, gerecht werden zu können.

Insgesamt sollen kreative Grundlagen für die Gestaltung und Ausrichtung der Konferenz jedoch noch mehr in den Vordergrund rücken und die holistische Herangehensweise unter anderem die Ausweitung von Matchmaking- und Vernetzungsmöglichkeiten fördern. Die re:publica sowie ihre Gründer*innen haben den Anspruch, international zu einer der ersten Adressen der digitalen Welt werden zu wollen. Die vielseitige Konferenz soll alle Gesellschaftsmitglieder betreffende Themen und Problemstellungen kreativ aufgreifen, um sie aufgeschlossen und divers diskutieren zu können. Dabei versteht sie sich nicht nur als bloße Wissens- und Informationsveranstaltung, sondern als Ereignis des digitalen Zeitalters.

FUSSNOTEN

01 Vgl. Brückner, Claudia. Veranstaltungsformate im digitalen Zeitalter. In: Open Everything. newthinking communications, Berlin, 05.2013, S. 116 / 140. Online: https://newthinking.de/sites/newthinking.de/files/2018-01/newthinking_web.pdf, zuletzt geprüft: 24.01.2020

02 Vgl. Ebd.

03 Vgl. Merschmann, Helmut. Blogger-Kongress: Schreiben – bis zu zwölf Stunden am Tag. SPIEGEL ONLINE, 12.04.2007. Online: https://www.spiegel.de/netzwelt/web/blogger-kongress-schreiben-bis-zu-zwoelf-stunden-am-tag-a-476759.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

04 re:publica. Über die re:publica. re-publica.de, 2015. Online: https://15.re-publica.com/uber-republica, zuletzt geprüft: 24.01.2020

05 Berliner Morgenpost. Re:publica – Die Macher. morgenpost.de, 30.03.2009. Online: http://www.morgenpost.de/berlin/article104008854/Re-publica-Die-Macher.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

06 re:publica. Geschichte. 13.re-publica.de, 2013. Online: http://13.re-publica.de/geschichte, zuletzt geprüft: 24.01.2020

07 re:publica. Über die re:publica’08. 08.re-publica.de, 2008. Online: http://08.re-publica.de/information/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

08 Vgl. Wikipedia. Anonymous (Kollektiv). Online: https://de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_%28Kollektiv%29, zuletzt geprüft: 24.01.2020

09 Lenz, Andreas. re:publica 2008 setzt Fokus auf „Die kritische Masse“. T3n.de, 01.11.2007. Online: http://t3n.de/news/republica-2008-setzt-fokus-die-kritische-masse-235819/, zuletzt geprüft: 15.10.2015

10 Vgl. Ihlenfeld, Jens. re:publica’08 mit Subkonferenz zu „Video-Blogs“. Golem.de, 12.03.2008. Online: http://www.golem.de/0803/58337.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

11 re:publica. Lawrence Lessig auf der re:publica’09. 09.re-publica.de, 02.03.2009. Online: http://09.re-publica.de/2009/03/02/lawrence-lessig-auf-der-republica09/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

12 re:publica. Subkonferenz: Politik 2.0 – Neue politische Öffentlichkeiten im Netz. 09.re-publica.de, 19.03.2009. Online: http://09.re-publica.de/2009/03/19/subkonferenz-politik-20-neue-politische-offentlichkeiten-im-netz/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

13 Vgl. re:publica. Wir präsentieren: Jimbo Wales. 09.re-publica.de, 19.03.2009. Online: http://09.re-publica.de/2009/03/19/wir-prasentieren-jimbo-wales/index.html, zuletzt geprüft: 20.01.2020

14 Vgl. re:publica. IBM. 09.re-publica.de, 2009. Online: http://09.re-publica.de/category/ibm/index.html, zuletzt geprüft: 28.10.2015

15 re:publica. re:health 09 – Medizin 2.0 auf der re:publica. 09.re-publica.de, 13.03.2009. Online: http://09.re-publica.de/2009/03/13/rehealth-09-medizin-20-auf-der-republica/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

16 Vgl. Tißler, Jan. re:publica XI: Vorschau auf Highlights der Internetkonferenz. T3n.de, 08.04.2011. Online: https://web.archive.org/web/20130516031607/http://t3n.de/news/republica-xi-vorschau-highlights-internetkonferenz-305002/, zuletzt geprüft: 24.01.2020

17 re:publica. 10.re-publica.de, 2010. Online: https://10.re-publica.de/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

18 re:publica. Programm zur re:learn steht. 10.re-publica.de, 11.04.1020. Online: http://10.re-publica.de/blog/2010/04/11/programm-zur-relearn-steht/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

19 Vgl. Ebd.

20 Vgl. re:publica. Vorträge, Workshops, Open Space: Die re:campaign 2010. 10.re-publica.de, 07.02.2010. Online: http://10.re-publica.de/blog/category/recampaign/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

21 Vgl. re:publica. Was ist der Open Space?. 10.re-publica.de, 06.04.2010. Online: http://10.re-publica.de/blog/2010/04/06/was-ist-der-open-space/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

22 Vgl. Wikipedia. Twitter. wikipedia.de. Online: https://de.wikipedia.org/wiki/Twitter, zuletzt geprüft: 24.01.2020

23 Vgl. Wikipedia.WikiLeaks. Online: https://de.wikipedia.org/wiki/WikiLeaks, zuletzt geprüft: 24.01.2020

24 re:publica. Open Data HackDay. re-publica.de, 11.03.2012. Online: http://10.re-publica.de/blog/category/open-data-hackday/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

25 Vgl. re:publica. re:publica-Subkonferenz co:funding als Impulsgeber für die Kreativszene. Pressemitteilung 08.2011. Online: https://bit.ly/2GqhMbb, zuletzt geprüft: 24.01.2020

26 Vgl. re:publica. Gunter Dueck. 11.re-publica.de, 2011. Online: http://11.re-publica.de/blog/person/gunter-dueck/, zuletzt geprüft: 24.01.2020

27 Vgl. re:publica. Noha Atef. 11.re-publica.de, 2011. Online: http://11.re-publica.de/blog/person/noha-atef/, zuletzt geprüft: 24.01.2020

28 re:publica. Das diesjährige Motto: ACT!ON. 12.re-publica.de, 2012. Online: http://12.re-publica.de/info/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

29 Vgl. re:publica. re:volt. 12.re-publica.de, 2012. Online: http://12.re-publica.de/track/revolt/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

30 Vgl. Kuhn, Michael. Unternehmen sucht Nerd. Das Daimler-Blog, 08.05.2012. Online: http://blog.daimler.de/2012/05/08/daimler-auf-der-republica2012/, zuletzt geprüft: 25.10.2015

31 Vgl. comdirect bank Aktiengesellschaft. comdirect bank lobt finanzblog award 2012 aus. finanzblog-award.de, 24.01.2012. Online: https://bit.ly/36pQsVk, zuletzt geprüft: 24.01.2020

32 re:publica. About. 13.re-publica.de, 2013. Online: http://13.re-publica.de/about, zuletzt geprüft: 24.01.2020

33 Vgl. re:publica. re:publica 2013: Das Programm ist veröffentlicht. Pressemitteilung, 15.04.2013. Online: https://13.re-publica.de/sites/13.re-publica.de/files/images/130415_PM_Programm_DE.pdf, zuletzt geprüft: 24.01.2020

34 Vgl. re:publica. Was seid ihr? Seid ihr gut oder böse? Die Subkonferenz der bpb @ #rp13. 13.re-publica.de, 08.04.2013. Online: http://13.re-publica.de/news/was-seid-ihr-seid-ihr-gut-oder-boese-subkonferenz-bpb-rp13, zuletzt geprüft: 24.01.2020

35 re:publica. get re:ady! Unser Start-up-Schwerpunkt auf der #rp13. 13.re-publica.de, 04.02.2013. Online: http://13.re-publica.de/news/get-ready-unser-start-schwerpunkt-rp13, zuletzt geprüft: 24.01.2020

36 re:publica. Das Enterprise Europe Network zu Gast auf der re:publica!. 13.re-publica.de, 20.02.2013. Online: http://13.re-publica.de/news/enterprise-europe-network-gast-republica, zuletzt geprüft: 24.01.2020

37 Vgl. re:publica. Global Innovation Lounge mit AfriLabs und GIZ auf der re:publica. 13.re-publica.de, 18.01.2013. Online: http://13.re-publica.de/news/global-innovation-lounge-afrilabs-republica, zuletzt geprüft: 24.01.2020

38 re:publica. Die re:publica 2014 begibt sich „INTO THE WILD“. Pressemitteilung, 11.12.2013. Online: http://14.re-publica.de/sites/14.re-publica.de/files/media/documents/11122013_pm_rp14_kooperationen.pdf, zuletzt geprüft: 24.01.2020

39 re:publica. INTO THE WILD – re:publica 2014. 14.re-publica.de, 2013. Online: http://14.re-publica.de/wild-republica-2014, zuletzt geprüft: 24.01.2020

40 re:publica. Überwachtes Netz – ein Blick zurück. 14.re-publica.de, 2014. Online: http://14.re-publica.de/news/ueberwachtes-netz-blick-zurueck, zuletzt geprüft: 24.01.2020

41 Vgl. re:publica. re:publica 2014: Die re:publica wird zur Gesellschaftskonferenz. Pressemeldung, 08.05.2014. Online: http://14.re-publica.de/sites/14.re-publica.de/files/media/documents/20140508_republica_2014_gesellschaftskonferenz.pdf, zuletzt geprüft: 24.01.2020

42 Vgl. re:publica. re:publica 2014: Erste Programmvorschau des Konferenzfestivals. Pressemeldung, 31.03.2014. Online: http://14.re-publica.de/sites/14.re-publica.de/files/media/documents/20140331_rp14_programmvorschau.pdf, zuletzt geprüft: 24.01.2020

43 Vgl. re:publica. Die MEDIA CONVENTION Berlin. 14.re-publica.de, 2014. Online: http://14.re-publica.de/media-convention-berlin, zuletzt geprüft: 15.10.2015

44 Vgl. re:publica. Die re:publica 2014 begibt sich “INTO THE WILD”. Pressemeldung, 11.12.2013. Online: http://14.re-publica.de/sites/14.re-publica.de/files/media/documents/11122013_pm_rp14_kooperationen.pdf, zuletzt geprüft: 15.10.2015

45 Vgl. re:publica. re:publica 2015 startet mit mehr als 6000 Teilnehmenden in Berlin. Pressemeldung, 05.05.2015. Online: http://15.re-publica.de/file/5744/download?token=FSnIOu4M, zuletzt geprüft: 24.01.2020

46 Vgl. re:publica. Global Innovation Gathering. 15.re-publica.de, 2014. Online: http://15.re-publica.de/global-innovation-gathering-0, zuletzt geprüft: 24.01.2020

47 Vgl. re:publica. Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt. 15.re-publica.de, 2014. Online: http://15.re-publica.de/sponsor/wissenschaftsjahr-zukunftsstadt, zuletzt geprüft: 24.01.2020

48 Vgl. re:publica. re:cord – der Musicday auf der re:publica. 15.re-publica.de, 2014. Online: http://15.re-publica.de/record-musicday-auf-republica, zuletzt geprüft: 24.01.2020

49 re:publica. #FASHIONTECH BERLIN auf der re:publica 2015!. 15.re-publica.de, 2014. Online: http://15.re-publica.de/fashiontech-berlin-auf-republica-2015, zuletzt geprüft: 24.01.2020

50 re:publica. Jubiläum! Feiert mit uns #rpTEN. 16.re-publica.de, 14.09.2015. Online: https://16.re-publica.de/16/news/jubilaum-feiert-uns-rpten , zuletzt geprüft: 17.01.2020

51 Vgl. re:publica. Facts And Figures, 16.re-publica.de. 2016. Online: https://16.re-publica.com/facts-and-figures, zuletzt geprüft: 17.01.2020

52 Vgl. re:publica. re:publica 2016: An der Schnittstelle von Virtueller Realität und darstellenden Künsten: Die Peformersion geht erfolgreich zu Ende! Pressemeldung. 06.05.2016. Online: https://16.re-publica.com/sites/16.re-publica.de/files/media/documents/2016_05_06_performersion_closing.pdf, zuletzt geprüft: 17.01.2020

53 re:publica. re:publica 2016: Jubiläum – Die zehnte re:publica öffnet heute in Berlin. Pressemeldung. 02.05.2016. Online: https://16.re-publica.de/sites/16.re-publica.de/files/media/documents/160502_rpten_eroeffnung_de.pdf, zuletzt geprüft: 17.01.2020

54 re:publica. Das Motto: Love Out Loud [LOL]. 17.re-publica.de. 2017. Online: https://17.re-publica.com/de/17/page/motto-love-out-loud-lol, zuletzt geprüft: 17.01.2020

55 Ebd.

56 Vgl. re:publica. re:publica 2017 – Closing Ceremony. youtube.com. 2017. Online: https://www.youtube.com/watch?v=G2P7AZDeajk, zuletzt geprüft: 17.01.2020

57 re:publica. re:publica 2017 – Carolin Emcke: Reflexion: Love out Loud. youtube.com. 2017. Online: https://youtu.be/HPOq1hy6cOM, zuletzt geprüft: 17.01.2020

58 Vgl. re:publica. re:publica 2017: Das Programm wächst und wächst. Pressemeldung. 24.04.2017. Online: https://17.re-publica.com/sites/17.re-publica.com/files/media/documents/20170424_re-publica2017_dasprogrammwaechstundwaechst.pdf, zuletzt geprüft: 17.01.2020

59 re:publica. re:publica 2018: Startschuss für die re:publica 18! Pressemeldung. 30.04.2018. Online: https://18.re-publica.com/sites/re-publica.com/files/2018-05/20180430_re-publica_Startschuss-fuer-rp18.pdf, zuletzt geprüft: 17.01.2020

60 re:publica. re:publica 2018: Neue Formate und ein wachsendes Team: re:publica startet mit neuen Impulsen ins Jahr 2018. Pressemeldung. 02.03.2018. Online: https://18.re-publica.com/sites/re-publica.com/files/2018-03/20180302_Pressemitteilung_re-publica_Neue-Formate-und-ein-wachsendes-Team.pdf, zuletzt geprüft: 17.01.2020

61 Vgl. re:publica. re:publica 2018: Infosheet. Pressemeldung. 2018. Online: https://18.re-publica.com/sites/re-publica.com/files/2018-04/rp18_Infosheet.pdf, zuletzt geprüft: 17.01.2020

62 re:publica. re:publica 2018: NETZFEST: Das erste digitale Volksfest | 5. Mai 2018 | Park am Gleisdreieck. Pressemeldung. 03.05.2018. Online: https://18.re-publica.com/sites/re-publica.com/files/2018-05/20180503_NETZFEST_Das-erste-digitale-Volksfest.pdf, zuletzt geprüft: 17.01.2020

63 re:publica. Sequencer Tour: Kunst, Musik, Digitalkonferenz: re:publica und Reeperbahn Festival geben Programmhighlights in LA zum Auftakt der Sequencer Tour in den USA bekannt. Pressemeldung. 19.10.2018. Online: https://bit.ly/2WF15lV, zuletzt geprüft: 17.01.2020

64 re:publica. Über re:publica Accra. accra18.re-publica.com. 2018. Online: https://accra18.re-publica.com/de/page/ueber-republica-accra, zuletzt geprüft: 17.01.2020

65 re:publica. re:publica 2019: tl;dr. 19.re-publica.de. 2019. Online: https://19.re-publica.com/de/page/tldr, zuletzt geprüft: 17.01.2020

66 re:publica. re:publica 2019: Neue Formate, Zielgruppen und Locations: re:publica wächst und erweitert Themenspektrum. Pressemeldung. 20.03.2019. Online: https://bit.ly/33IUFn4, zuletzt geprüft: 17.01.2020

67 Vgl. re:publica. re:publica 2019: „re:publica Next Generation“: Die Netzkonferenz re:publica öffnet sich mit neuem Programm für Jugendliche und Schulen. Pressemeldung. 2019. Online: https://19.re-publica.com/sites/re-publica.com/files/2019-02/20190205_republica%20Next%20Generation.pdf, zuletzt geprüft: 17.01.2020

68 re:publica. re:publica 2019 – Closing Ceremony – see you next year. youtube.com. 09.05.2019. Online: https://www.youtube.com/watch?v=bbR02A5_4IQ, zuletzt geprüft: 24.01.2020

69 re:publica. re:publica 2019: Das war die re:publica 19 – Europas größte Konferenz zu den Themen Internetund digitale Gesellschaft endet heute https://19.re-publica.com/sites/re-publica.com/files/2019-05/20190508%20Das%20war%20die%20republica%2019.pdf, zuletzt geplrüft: 24.01.2020

70 The Guardian. Guardian News: ‚I want you to panic‘: 16-year-old issues climate warning at Davos. youtube.com. 25.01.2019. Online: https://www.youtube.com/watch?v=RjsLm5PCdVQ, zuletzt geprüft: 17.01.2020

71 re:publica. re:publica 2020: Call for Participation für die re:publica Berlin 2020 gestartet | #rp20 steht unter dem Motto ASAP. Pressemeldung. 16.10.2019. Online: https://bit.ly/2WH7FbE, zuletzt geprüft: 17.01.2020

72 Vgl. re:publica. Call for Papers-Auswertung + erste Programm-Sessions der #rp15!. 15.re-publica.de, 12.03.2015. Online: http://15.re-publica.de/news/call-papers-auswertung-erste-programm-sessions-rp15, zuletzt geprüft: 24.01.2020

73 Vgl. re:publica. re:publica 2014: Die re:publica wird zur Gesellschaftskonferenz. Pressemeldung, 08.05.2014. Online: http://14.re-publica.de/sites/14.re-publica.de/files/media/documents/20140508_republica_2014_gesellschaftskonferenz.pdf, zuletzt geprüft: 24.01.2020

74 re:publica. Ansage zur Vielfalt: Die re:publica ist anders!. re-publica.de, 2015. Online: https://15.re-publica.com/ansage-zur-vielfalt-republica-anders, zuletzt geprüft: 24.01.2020

75 re:publica. Geschichte. 13.re-publica.de, 2012. Online: http://13.re-publica.de/geschichte, zuletzt geprüft: 24.01.2020

76 re:publica. Die Konferenz. 12.re-publica.de, 2012. Online: http://12.re-publica.de/info/index.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

77 re:publica. re:publica 2014: Das Netz zurückerobern und Solidarität mit inhaftierten Blogger*innen. Pressemeldung, 06.05.2014. Online: https://bit.ly/3bl0nyf, zuletzt geprüft: 24.01.2020

78 Ebd.

79 Knüwer, Thomas. re:publica 2013: Bunt und schön. Indiskretion Ehrensache, 08.05.2013. Online: http://www.indiskretionehrensache.de/2013/05/republica-2013-rp13/, zuletzt geprüft: 24.01.2020

80Ebd.

81 Vgl. re:publica. Helfer*innen für die #rp15 gesucht!. 15.re-publica.de, 2015. Online: http://15.re-publica.de/helferinnen-fuer-rp15-gesucht, zuletzt geprüft: 24.01.2020

82 Vgl. re:publica. Die Umfragenauswertung zur #rp15: „Vielfalt. Grundstimmung. Lockerheit“. 15.re-publica.de, 17.06.2015. Online: http://15.re-publica.de/news/umfragenauswertung-zur-rp15-vielfalt-grundstimmung-lockerheit, zuletzt geprüft: 24.01.2020

83 Brückner, Claudia. Veranstaltungsformate im digitalen Zeitalter. In: Open Everything. newthinking communications, Berlin, 05.2013, S. 117 / 140. Online: https://newthinking.de/sites/newthinking.de/files/2018-01/newthinking_web.pdf, zuletzt geprüft: 24.01.2020

84 Thoma, Jörg. Neue Hallen, provokante Themen. golem.de, 05.05.2015. Online: http://www.golem.de/news/republica-2012-neue-hallen-provokante-themen-1205-91589.html, zuletzt geprüft: 15.102015

85 Vgl. re:publica. #rp12: Der No-Logo-Stuhl – bunt und bequem. 12.re-publica.de, 26.04.2012. Online: http://12.re-publica.de/index.html%3Fp=3168.html, zuletzt geprüft: 24.01.2020

86 Brückner, Claudia. Veranstaltungsformate im digitalen Zeitalter. In: Open Everything. newthinking communications, Berlin, 05.2013, S. 119 / 140. Online: https://newthinking.de/sites/newthinking.de/files/2018-01/newthinking_web.pdf, zuletzt geprüft: 24.01.2020

87 Vgl. re:publica. Die re:publica 2015 in Bild und Ton. 15.re-publica.de, 13.05.2015. Online: http://15.re-publica.de/news/republica-2015-bild-und-ton, zuletzt geprüft: 24.01.2020

88 Vgl. re:publica. Das schnellste Buch der Welt – #rp14 Reader. 15.re-publica.de: https://14.re-publica.de/schnellste-buch-welt-rp14-reader, zuletzt geprüft: 24.01.2020

89 Vgl. re:publica. re:publica auf allen Kanälen – re:publica TV & Reader. Pressemeldung, 28.04.2014. Online: http://14.re-publica.de/sites/14.re-publica.de/files/media/documents/20140428_republica_auf_allen_kanaelen.pdf, zuletzt geprüft: 24.01.2020

90 re:publica. Wir fahren wieder U-BAHN: in München & Berlin!. re.publica.com. 24.04.2017. Online: https://re-publica.com/de/news/wir-fahren-wieder-u-bahn-muenchen-berlin, zuletzt geprüft: 24.01.2020

91 Vgl. OpenDataCity. re:log – Besucherstromanalyse per re:publica W-LAN. apps.opendatacity.de, 2013. Online: https://apps.opendatacity.de/relog/, zuletzt geprüft: 24.01.2020