Zuerst erschienen: Prof. Dr. Ulrich Wünsch (Hrsg.), Handbuch Erlebnis-Kommunikation. Grundlagen und Best Practice für erfolgreiche Veranstaltungen, 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Erich Schmidt Verlag.

Im Folgenden werden am Beispiel der re:publica neue Herausforderungen, denen Veranstalter_innen von Konferenzformaten in einem ‚digitalen Zeitalter‘ begegnen, benannt und ihre Einflüsse exemplarisch aufgezeigt. Nach einem Einblick in die Geschichte der re:publica und ihre Themen, stehen Gestaltungsräume von Mitwirkenden wie Sponsor_innen, Teilnehmenden oder Partnerschaften im Mittelpunkt. Weiter wird die besondere Bedeutung des Veranstaltungsortes sowie digitalen Raums thematisiert und mit einem kurzen Blick in die zukünftige Organisation und Weiterentwicklung der Konferenz abgeschlossen.

Für eine umfangreiche und schnelle Verbreitung von Informationen, Meinungen und Themen gelten die vielseitigen Angebote des Internets inzwischen zu den etablierten Kommunikationswegen. Wir sprechen von einem Medienwandel der letzten Jahre, der insbesondere einen Wandel der medialen Form weg von einer einseitigen Massenkommunikation und hin zu einer Netzkommunikation zeigt. Dieser Wandel kann dabei nicht allein mit den vielseitigen Möglichkeiten des Internets begründet werden, sondern ist in erster Linie einem veränderten Publikumsverhalten zuzuschreiben. Aus passiven Rezipient_innen sind vielfach aktive Nutzer_innen geworden, die nicht nur eigene Inhalte publizieren, sondern auch Auswahl, Bewertung, Empfehlung und Verbreitung von Informationen unterschiedlichster Art mitbestimmen.

Entsprechend begegnen auch Konferenzformate als thematisch zentrierte Interaktionssysteme durch diesen Wandel neuen Herausforderungen. Standen bisher Informations- und Wissensvermittlung sowie das Schaffen eines neutralen Ortes für den Austausch im Zentrum von Planung und Konzeption, sind „Community Building“, „Kollaboration“ und „Meeting Experience“ zu zentralen Begriffen geworden.01
Eine Teilnehmerschaft, die zunehmend gesellschaftlich relevante Diskurse mitgestaltet, gibt sich mit Frontalvorträgen und einer passiven Rezipient_innen-Rolle nicht mehr zufrieden, so dass sich Anforderungen und Erwartungen, die an Veranstaltungen und Veranstalter_innen gestellt werden, verändert haben. Teilnehmer_innen eines Event, wie einer Konferenz, seien es Besucher_innen, Referent_innen oder Partner_innen, möchten sich nicht mehr nur thematisch und fachlich austauschen, sondern über konkrete Erfahrungen und Lösungsansätze diskutieren, um wechselseitig von-einander profitieren zu können. Über ein kurzweiliges Kennenlernen hinausgehend, werden neue Netzwerke geschaffen und bestehende gefestigt oder erweitert, um im besten Fall schon oder noch während der Veranstaltung zu einem Ergebnis oder einer Problemlösung gelangen zu können.02

Die jährlich in Berlin stattfindende re:publica, die den Slogan „Die Konferenz. Das Ereignis“ trägt, gehört zu den weltweit relevanten Veranstaltungen über die Themen des digitalen Zeitalters. Bereits seit ihrer ersten Ausgabe in 2007 wird der mediale Wandel und seine Themen in einem Rahmen von drei Konferenztagen diskutiert.
Bei den Besucher_innen der ersten re:publica handelte es sich insbesondere um Blogger_innen, Internetaktivist_innen und Netz-Intellektuelle und 80 Prozent der insgesamt 700 Teilnehmer_innen gaben an, selbst Inhalte im Netz zu publizieren.03 Seit ihren Anfängen als ‚Klassentreffen von Blogger_innen‘ hat sich die re:publica jedoch zu einer ‚Gesellschaftskonferenz‘ mit zuletzt 7000 Teilnehmer_innen im Mai 2015 entwickelt: „Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur.“04

Zu einer jährlich wiederkehrenden ‚Gesellschaftskonferenz‘, die sich an den veränderten Erwartungen einer steigenden Anzahl von Teilnehmer_innen misst, gehört auch eine stetige Weiterentwicklung, die den neuen Ansprüchen eines digitalen Zeitalters gerecht werden kann. Sowie das Internet und seine Möglichkeiten an Relevanz in allen Bereichen des alltäglichen Lebens moderner Gesellschaften gewinnt und in diese vordringt, verfolgt die re:publica einen zunehmend holistischen Ansatz.
Die thematische Bandbreite der Konferenz hat sich in den letzten Jahren deutlich vergrößert und neue Formate, Partnerschaften und Programmangebote sind hinzugekommen, die in ihrer Gesamtheit die re:publica zu dem machen, was sie ist – Eine Konferenz. Ein Ereignis. Denn erst durch eine überblickende Herangehensweise und ein gesamtheitliches Verständnis kann die charakteristische Offenheit der re:publica bewahrt werden, ohne dass die Veranstaltung thematisch oder akteursabhängig in von einander getrennte, separat zu bewertende Teile zerfällt. Die Kollaboration aller beteiligten Akteur_innen sowie eine holistischer Herangehensweise, wenn es um das Einbringen neuer Konzepte, Inhalte, Formate oder Angebote und ihrer Zusammenhänge und Einflüsse geht, machen die re:publica in ihrer Vielschichtigkeit erfolgreich und funktionsfähig.

MOTTO, THEMEN UND SUBKONFERENZEN

Gegründet wurde die re:publica aus der Motivation heraus eine Konferenz veranstalten zu wollen, während der „die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen der Digitalisierung von denen diskutiert werden, die diese aktiv mitgestalten“05. Aus dem Themenkomplex rund um Web 2.0, Weblogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft wählen die Gründer_innen der re:publica, Markus Beckedahl, Tanja und Johnny Haeusler sowie Andreas Gebhard, jedes Jahr einen Schwerpunkt, der sich im Konferenzmotto wiederfindet. Das Motto in seiner strukturbildenden Funktion sowie die gesamte Ausgestaltung des Programmangebots orientieren sich dabei an relevanten, aktuellen Ereignissen, Themen und Problemstellungen.

2007 – LEBEN IM NETZ

Das Webportal Yahoo vereinnahmte 2005 den 2002 entwickelten Imagehoster Flickr. Im selben Jahr wurde YouTube gegründet, im drauf folgenden an den Suchmaschinenbetreiber Google verkauft. Das Unternehmen Facebook Inc. gibt es seit 2004, den Dienst Twitter seit 2006. Im selben Jahr der ersten re:publica-Ausgabe 2007 zählte Google bereits zu den wertvollsten Marken weltweit und Apple präsentierte im Januar sein erstes iPhone. Neben diesen exemplarischen technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, verabschiedete die Bundesregierung 2007 jedoch auch ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung personenbezogener Daten.

Die Bedeutung, Auswirkungen und auch Gefahren dieser und anderer Ereignisse des fortschreitenden Digitalisierungsprozesses wurden unter dem Motto „Leben im Netz“ ins Zentrum der ersten Konferenz gerückt. So standen Fragen, wie ‚Was bedeutet es für ein Leben im Netz, wenn alle Kommunikationsdaten für mindestens sechs Monate gespeichert werden, um Sicherheitsbehörden den Zugriff zu ermöglichen?‘, ‚Wie kann mit Weblogs Geld verdient werden?‘, ‚Sind Blogger_innen die neuen Journalist_innen?‘ oder ‚Braucht es eine neue Ethik, neue Kommunikations- und Verhaltensregeln für den Umgang im Internet?‘ auf dem Programm. Darüber hinaus gehörten Google und IBM zu den ersten Sponsor_innen, die die Veranstaltung auch in folgenden Jahren neben anderen prominenten Unternehmen unterstützten und sich über eine Finanzierung hinausgehend auch inhaltlich durch Vorträge, Standpräsentationen oder Subkonferenzen beteiligen.

Entsprechend der Gründungsmotivation haben von Beginn an insbesondere diejenigen die Konferenz geprägt, die schon früh die Möglichkeiten für eine aktive Partizipation nutzten. So auch ihre Gründer_innen, die auch Gründer_innen der Unternehmen newthinking communications (Gebhard und Beckedahl) und Spreeblick Verlag (Tanja und Johnny Haeusler) sind, die sich seit mehr als einem Jahrzehnt intensiv mit netzpolitischen Themen sowie vielfältigen Aspekten digitaler Kultur und Gesellschaft beschäftigen und zwei der bekanntesten Weblogs Deutschlands betreiben: netzpolitik.org und spreeblick.com.
Sie sind damit selbst Teil der Zielgruppe der Konferenz und haben den Medienwandel nicht nur beobachtet, sondern aktiv begleitet und sich an dessen Ausgestaltung beteiligt: „2006 hatten sich deutsche Blogs so weit etabliert, dass sie nicht nur selbst in die öffentliche Wahrnehmung vorgedrungen waren, sondern auch eigene Themen an deren Oberfläche spülten. Es war an der Zeit, die so genannte „Blogosphäre“ aus ihrer virtuellen in die physische Welt zu locken, und so entstand bei einem gemeinsamen Bier die Idee zu einem Blogger-Treffen – und bei einem zweiten sein Name: re:publica.“06

2008 – DIE KRITISCHE MASSE

2008 diskutierten rund 950 Veranstaltungsteilnehmer_innen unter dem Motto „Die Kritische Masse“ die Rolle der digitalen Gesellschaft als Gegenöffentlichkeit: „Das Konferenz-Motto „Die kritische Masse“ steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.“07
So hielt beispielsweise Harvard-Professor Viktor Mayer-Schönberger eine Keynote zu Datenschutz im Web 2.0. und ein „Nützliches Vergessen“ und saß Markus Beckedahl auf einem Podium zu Advocacy 2.0 und digitalen Aktivismus. Denn auch das Motto 2008 griff aktuelle, für das digitale Zeitalter relevante Ereignisse auf, wie die Veröffentlichung des Videos „Message to Scientology“ auf YouTube, als Teil des Projekts Chanology und internationalen Protestes gegen Scientology des Anonymus Kollektivs.08
Durch das Motto stand jedoch nicht nur die Kritik einer Masse im Fokus, sondern auch „die Teilnehmerzahl in einem Netzwerk, ab der die Nutzerzahl exponentiell zu wachsen beginnt, es also zu einem Selbstläufer wird“09. Entsprechend war das rasante Wachstum sozialer Netzwerke wie Facebook oder Plattformen wie YouTube Thema vieler Vorträge, in denen Bedeutung und Auswirkungen auf Unternehmen, NGOs, Politik, Medien oder Gesellschaft diskutiert wurden.

Neben rund 100 Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops gab es 2008 auch erstmalig eine Subkonferenz während der re:publica. Zum Thema „Video-Blogs“ wurde in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung diskutiert, wie Video-Blogs und Video-Plattformen das Mediensystem verändern, wenn Zuschauer_innen zu Akteur_innen werden. Unter anderem stellte sich ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann Fragen zu der Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Anstalten im digitalen Zeitalter und internationale Video-Podcaster berichteten über Projekte aus den Niederlanden, USA, dem Irak oder Tunesien.10

2009 – SHIFT HAPPENS

Das Konferenz-Motto 2009 „Shift happens“ (Veränderung passiert) stand für den rasanten Wandel des Mediensystems und wurde aus dem YouTube-Film „Did you know?“ von Karl Fisch abgeleitet. Die Idee hinter dem Motto geht hingegen auf den Soziologen Jeremy Rifkin zurück.
Zu den prominentesten Auftritten 2009 gehörte der des US-amerikanischen Stanford-Law-School-Professors und Gründers der Creative-Commons-Initiative Lawrence Lessig, der sich für eine Reform des Urheberrechts einsetzt. „Lessig gilt als einer der führenden Visionäre unserer Zeit, der im bestehenden Urheberrecht eine Gefahr für gesellschaftliche und technische Innovation und ihren Diskurs sieht.“11

Zusätzlich fand eine von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderte Subkonferenz zum Thema „Politik 2.0 – Neue politische Öffentlichkeiten im Netz“ statt, die den Einfluss des Internets auf nationale und globale politische Prozesse diskutierte. Im Hinblick auf die damalig anstehenden Europa- und Bundestagswahlen in 2010 sollte „die Subkonferenz einen Überblick geben, wie Soziale Medien Bürger befähigen, sich politisch zu engagieren und wie die deutschen Parteien und Spitzenvertreter […] im Netz auftreten“12. Gründer der Wikipedia Jimbo Wales hielt zudem einen Vortag über „Wikipedia, Wikia, and the future of Free Culture“ und sprach im Rahmen der Politik 2.0 – Subkonferenz über die Auswirkungen digitaler Communities auf die Öffnung von Politik und Regierungen.13
Darüber hinaus fand erstmals eine Subkonferenz von Partner IBM zum Thema „Social Everywhere – wie das Web 2.0 die Unternehmen erobert“ statt, um eine weitere Brücke zwischen privater und geschäftlicher Nutzung von Facebook, Twitter, Blogs, Wikis, YouTube und Co. schlagen zu können.14

Das Themenspektrum wurde in diesem Jahr auch um den Bereich Medizin erweitert und eine neue Subkonferenz mit Gesundheitsbezug unter dem Titel „re:health“ organisiert. In Paneldiskussionen und Vortragssessions diskutierten „Ärzte, Gründer und Experten über neue Formen medizinischer Kommunikation und Information im Internet“.15
Medial wurde Diskussionen über den Einfluss der Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche auf unsere Gesundheitsversorgung bisher noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt und auch das Programmangebot der re:health besuchten vergleichsweise wenige der mittlerweile 1600 Konferenzteilnehmer_innen. Dies hat sich in den letzten Jahren jedoch rasant geändert und 2009 bereits angesprochene Themen wie User Generated Health als mögliches Modell der Zukunft oder Datenschutz und Recht im medizinischen Web, sind keine Nischendebatten mehr. In folgenden Ausgaben der re:publica wurde, trotz der anfangs geringen Teilnehmerzahlen, re:health als eigener Themen-Track in das Programm integriert und so wie andere Schwerpunkte zu einem festen Bestandteil des Konferenzangebots.

2010 – NOWHERE

2010 hat die re:publica bereits rund 2700 Teilnehmer_innen und findet parallel in den drei benachbarten Orten Friedrichstadtpalast, Kalkscheune und Quatsch Comedy Club in Berlin-Mitte statt, um 50 Stunden Programm auf bis zu acht Bühnen in drei Tagen unterbringen zu können. Mit ihrem mehr als 120 Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden und Veranstaltungen umfassenden Programm, galt sie 2010 erstmals als größte Veranstaltung ihrer Art in Deutschland.16

Die vierte Ausgabe der re:publica stand im Zeichen des Echtzeit-Web, denn: „Mit „nowhere“ befinden wir uns im Jetzt und Hier – und Nirgendwo.“17 Das Motto „nowhere“ griff zudem die wachsende internationale Ausrichtung der Konferenz und ihrer Teilnehmerschaft auf und Redner_innen aus dreißig Nationen zeigten internationale Perspektiven auf.

Nach der Subkonferenz re:health, wurde das Konferenzprogramm 2010 um den Themenbereich Lernen erweitert und unter dem Motto „re:learn“ der Einfluss des Internets auf Bildung diskutiert. Dabei ging es jedoch nicht allein um e-learning, denn beim „Zusammenwachsen von Bildungswelt und Netzwelt verändert sich die gesamte Lernkultur in Richtung Selbstbestimmung, Kollaboration, Praxis- und Projektorientierung“18. Im Rahmen der re:learn wurden entsprechend Praxisprojekte aus Deutschland und der Schweiz vorgestellt, wie beispielsweise Schulen, in denen Wikis und Blogs zum Alltag gehören oder in denen Grundschüler_innen ein eigenes Notebook nutzten. Auch mehrere Geocaching-Projekte, bei denen es mit GPS-Geräten auf pädagogische Schnitzeljagd geht, standen auf dem Programm. Ein Highlight bot in diesem Zusammenhang der von Medienpädagoge Guido Brombach extra für die Konferenz veröffentlichte Geocache.19

Neben der eintägigen re:learn fand erstmals die re:campaign an zwei Konferenztagen statt, während der NGO-Vertreter_innen die besten Kampagnen im Netz präsentieren. Internationale Referent_innen führender deutscher Organisationen stellten ihre ‚best-practices‘ vor und zeigten kreative Ansätze für die Kampagnenarbeit, den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken und eine NGO-Kampagne von morgen.20 Die erste re:campaign wurde in Kooperation mit Oxfam Deutschland, der Socialbar, Agentur Nest und CSR Beratung Making Sense veranstaltet und bot zudem ein neues Format, den Open Space.
Der Open Space bietet die Möglichkeit sich im persönlichen Gespräch informieren, individuelle Fragen stellen und sich auf die Suche nach passenden Kooperationspartner_innen machen zu können. Zu diesem Zweck wurden Informationen spielerisch vermittelt und das Networking leicht gemacht, indem die Besucher_innen beispielsweise einen „Talk to me about“-Aufkleber erhielten.21

Mit am meisten Beachtung fand der Vortrag Sascha Lobos „How to survive a shit storm“, in dem er über seine Erfahrungen mit „shitstorms“ berichtete – passend, nachdem erst im Januar des selben Jahres die American Dialect Society den Begriff „tweet“ zum ‚Word of the Year‘ 2009 ernannt hatte.22
Ebenso Daniel Schmitt von WikiLeaks, der das Projekt, dessen Ziele und Arbeitsweise vorstellte, nachdem sich WikiLeaks 2009 zu einer zentralen Sammelstelle mit 1,2 Millionen Dokumenten entwickelt hatte und Regierungen, wie China, Israel, Nordkorea, Russland, oder Thailand, den Zugang zur Plattform zumindest zeitweises sperrten.23

In Kooperation mit dem Open Data Network gab es 2010 des Weiteren den ersten „Hacks4Democracy – A hackday on opendata“, der als zweitägiges Neben-Event der re:publica im Stil eines Barcamps stattfand. Ähnliche Veranstaltungen gab es bereits in anderen Ländern, wie den Niederlanden, Frankreich, Australien oder den USA. Ziel des Opendata Hackday war es zu zeigen, „dass sich innerhalb kurzer Zeit und ohne großes Budget, kreative und innovative Prototypen und Anwendungen programmieren lassen mit denen man die Daten aus Politik und öffentlicher Verwaltung zugänglich und nutzbar machen kann“24. Indem Konzepte nicht nur entwickelt wurden, sondern auch mit deren Umsetzung direkt begonnen wurde, sollte zudem eine breite Öffentlichkeit auf die Themen Open Data und Open Government aufmerksam gemacht werden.

2011

Zur re:campaign, die zwar in die zweite Runde ging, jedoch im Anschluss an die re:publica stattfand, gesellte sich 2011 die erste Crowdfunding-Konferenz „co:funding“. Die Subkonferenz war bereits vor Beginn ausgebucht, denn erstmalig diskutierten 25 Expert_innen aus der Kultur- und Kreativszene mit Künstler_innen, Kulturschaffenden und über 250 Besucher_innen Anwendungsmöglichkeiten von Crowdfunding zur Finanzierung kreativer Projekte. Initiiert und kuratiert wurde co:funding von startnext.de.25
Die re:learn aus 2010 wurde hingegen als eigener Themen-Track fest in das Programm integriert und erhielt einen der sicher bekanntesten Referenten der fünften Ausgabe, den Mathematiker, Philosoph und CTO von IBM Gunter Dueck. Dueck hielt einen Vortrag zu „Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem“ und stellte in „Beyond Medienkompetenz“ die Frage, wie der Leitmedienwechsel in die Schulen kommt.26

Nicht nur die angebotenen Subkonferenzen erfreuten sich zunehmender Beliebtheit, sondern auch die Teilnehmerzahlen der Konferenz stiegen insgesamt. Rund 3000 Konferenzteilnehmer_innen konnten in diesem Jahr gezählt werden und das Team, neben den Gründer_innen, belief sich bereits auf ca. 20 Personen.
2011 wurden ausnahmsweise ohne Motto sowohl Themen und Ereignisse, die bereits in den vergangenen Ausgaben Inhalt von Vorträgen und Workshops waren, aufgriffen und ihre Entwicklungen diskutiert, als auch neue Fragestellungen eingebracht. So wurde zum Beispiel über die politischen Aktivitäten von Anonymus, die weiterhin Schlagzeilen machten oder Privatsphäre in sozialen Medien gesprochen, so wie die ägyptische Journalistin Noha Atef eine Bühne erhielt, auf der sie die Rolle des Netzes während der Revolution in Ägypten thematisierte.27

2012 – ACT!ON

2012 stand die re:publica unter dem Motto „ACT!ON“ statt, das die Schubkraft sozialer Medien für politische Bewegungen symbolisieren und zeigen sollte, dass sich die Bedeutung der Digitalisierung in fast allen gesellschaftlichen Bereichen manifestiert hat. Es ging „darum, die technischen Erneuerungen voranzutreiben, Themen wie Mobilität, Ressourcenverteilung oder Finanzen zu überdenken, interaktive Designs und Spiele zu entwickeln, gesellschaftliche Denkmuster und Geschäftsmodelle auf den Kopf zu stellen und im Zuge der DIY-Bewegung Produktion und Konsum neu zu definieren“28.

Im Vorfeld der sechsten Ausgabe trafen die Veranstalter_innen die wegweisende Entscheidung, die re:publica vergrößern zu wollen. Dazu wurde der Veranstaltungsort geändert und in die STATION Berlin verlegt sowie die republica GmbH zur finanziellen Absicherung gegründet. Gesellschafter wurden die Unternehmen der Gründer_innen, newthinking communications und der Spreeblick Verlag zu gleichen Teilen. Mittlerweile umfasste das Team zwischen 30 und 40 Personen, die sich um die Planung und Durchführung der Veranstaltung kümmerten und rund 4000 Besucher_innen nahmen an der diesjährigen Ausgabe teil. Erstmalig wurde die re:publica zudem als Bildungsveranstaltung anerkannt, sodass Bildungsurlaub für die Teilnehme beantragt werden konnte.

Das thematische Spektrum erstreckte sich 2012 mittlerweile auf 13 Tracks: co:funding, re:design, re:health, re:innovate, re:invent, re:learn, re:mix, re:open, re:play, re:port, re:publica, re:unite, re:volt. Zudem es gab erneut einen Open Space sowie neue Angebote in der Haupthalle des neuen Gebäudes, wie kleinere Workshops oder Vorträge an Partnerständen. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörten ein Interview mit Steffen Seibert, der über seine Twitter-Aktivitäten als Regierungssprecher berichtete sowie „Macht euch keine Sorgen mehr wegen ACTA“, ein Vortrag der EU-Kommissarin Neelie Kroes, in dem sie Lösungen abseits von ACTA oder anderen Abkommen wie beispielsweise SOPA forderte.
Die ACTA-Verhandlungen gehörten 2011 und 2012 zu beherrschenden Themen und Gegner_innen des Abkommens nutzten umfangreich die im Internet zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für eine Publikation und Verbreitung von Informationen, was letztlich zu einer Mobilisierung öffentlicher Meinung und europaweiten Demonstrationen führte. Erst die mediale Aufarbeitung im Netz war im Fall der Proteste gegen ACTA ausschlaggebend für das Aufgreifen der Thematik durch die klassischen Massenmedien und das Scheitern des geplanten Abkommens. Einer der eindrucksvollsten Tracks war somit re:volt, in dem nicht nur ACTA seinen Platz fand, sondern auch Stimmen und Berichte von Protestbewegungen aus dem Nahen Osten. Unter anderem sprach Leila Nachawati über Brutalität und Protest in Syrien.29

Auch neue Partnerschaften kamen hinzu, wie eine Beteiligung seitens der Daimler AG oder der comdirect Bank. Im Rahmen eines Partnerstandes, einer Keynote sowie Workshops bot Daimler erstmals Ausblicke auf Mobilitätsdienste der Zukunft.30 Die comdirect Bank schrieb zum bereits zweiten Mal den .comdirect Finanzblog Award aus und verlieh diesen während der re:publica an Betreiber_innen und Autor_innen von herausragenden Weblogs zum Thema Finanzen.31

2013 – IN/SIDE/OUT

Im Motto 2013 „IN/SIDE/OUT“ fand sich der Grundgedanke der ersten re:publica 2007 wieder – raus aus dem Netz, rein in die physische Welt: „Und ging es nicht auch in den Jahren danach immer um ein Ausloten der einen gegen die andere Welt? Um das Aufbrechen der Grenze dazwischen und die Definition dessen, was die digitale Gesellschaft von der analogen unterscheidet oder mit ihr verbindet? […] In diesem Sinne darf das Motto IN/SIDE/OUT als Umstülpung der digitalen Gesellschaft interpretiert werden.“32 Dabei soll die Transformation der digitalen Gesellschaft widergespiegelt werden, in der Blogosphäre, Netzaktivismus und Social Media nur Teilaspekte darstellen, da die Digitalisierung längst alle Lebensbereiche prägend erfasst hat.

Neben Keynotes, Vorträgen und Diskussionen auf mittlerweile acht Bühnen, von und mit Gästen, wie dem Publizisten Evgeny Morozov, dem Sci-Fi Autor Cory Doctorow oder der Vorsitzenden der Mozilla Foundation Mitchell Baker, erwarteten die 5000 Konferenzgäste zahlreiche Workshops und Tools zu sozialem Medien, Gamification, Open Data, Data-Mapping, 3D-Printing, Interactive Design, Storytelling und Urheberrecht.33 Darüber hinaus diente die in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung organisierte Subkonferenz „Ambivalente Technologien und die Grenzen der Offenheit“ als Plattform für einen Wissensaustausch und diskutierte technologische, ethische und wirtschaftliche Zwiespaltthemen wie Drohnen, Datenschutz und Dual-Use.34

Der Anspruch der thematischen Offenheit die Problemstellungen diskutieren zu wollen, die von allgemeinem Interesse sind, bedingt auch Offenheit gegenüber Angelegenheiten, die Wirtschaft und Unternehmen betreffen. Lagen Schwerpunkte bisher vermehrt in Bereichen wie Politik oder Bildung, stelle „get re:eady!“ eine neue Arbeitswelt, unternehmerische Innovationen und insbesondere die Berliner Start-up-Szene in den Fokus: „Mit einer guten Idee endlich etwas eigenes aufbauen! Immer mehr Menschen bringen den Mut und die Entschlossenheit dafür auf und werden Gründerinnen und Gründer. Und das trotz aller Risiken und Nebenwirkungen! Wie das geht und was man dabei beachten muss, das möchten wir mit euch zusammen herausfinden, in unserem Themenschwerpunkt get re:ady.“35
Dafür gab es für Berliner Entrepreneur_innen ein extra Ticket sowie einen eigenen Bereich, in dem sich Unternehmen und Projekte aus allen Ecken der Welt begegneten. Eine Besonderheit stellte zudem der Besuch des Enterprise Europe Network dar, ein von der Europäischen Kommission initiiertes Netzwerk, das Wirtschaft und Wissenschaft, Kooperation und Wissenstransfer zusammenbringt und dessen Vertreter_innen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen beraten, vernetzen und fördern.36

In diesem Jahr konnte die re:publica auch ihren internationalen Blickwinkel ausweiten. Neben syrischen Online-Radio-Produzent_innen und iranischen Webaktivist_innen, wurde erstmals eine Partnerschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und den AfriLabs eingegangen. Hubs aus Afrika, Asien und Süd-Amerika wurden zur Konferenz eingeladen, um mit ihnen über ihre Erfahrungen bei der Förderung von Technologien, Unternehmensinnovationen und Community Building zu diskutieren. Innovationszentren wie das Ushahidi oder iHub verbreiten sich auf dem gesamten Kontinent und spielen eine wichtige Rolle in der stetig wachsenden Technologie- und Unternehmensszene Afrikas. Ähnliche Entwicklungen gab es bereits in Asien und Süd-Amerika, wo co-working spaces, Technologie Hubs und Hackerspaces gemeinsam lokale Communities stärken. Seitens der afrikanischen Hubs kündigten sämtliche Vertreter_innen von AfriLabs ihre Teilnahme an, so dass alle AfriLab Mitglieder das erste mal überhaupt während der für alle Konferenzteilnehmer_innen offenen Global Innovation Lounge aufeinander trafen.37

2014 – INTO THE WILD

Die re:publica 2014 begab sich unter dem Motto „INTO THE WILD“ „auf die Suche nach unerwarteten technischen Lösungen, überraschenden Impulsen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und eine ungezähmte Netzkultur“38, denn die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden 2013 waren spürbar.
Es ging darum den Blick auf zuvor weniger beachtete Aspekte und Fragen zu lenken, um das Internet und die Gesellschaft der nahen Zukunft zu verstehen und zu verbessern: „Wenn Algorithmen uns zu gläsernen, kontrollierbaren weil berechenbaren Menschen machen, müssen wir vielleicht unberechenbarer werden? Die Auflösung von Strukturen, das Verlassen der populären Trampelpfade hinein ins Chaos, in die Irrationalität, in die Wildnis eben, könnten Strategien sein. Aber wie finden wir uns dann noch zurecht, wie finden wir zueinander? Wie flüstert man im Netz und vor allem: mit wem? Wird nicht, wer ein freies, unkontrolliertes Netz fordert, umso mehr kontrollieren müssen, wer dabei sein darf und wer draußen bleiben muss?“39

Im Juni 2013 wurde durch Edward Snowden das gewaltige Ausmaß der globalen Überwachung durch Geheimdienste wie NSA und GCHQ bekannt und nicht nur im Motto fanden die Enthüllungen und ihre Folgen einen Schwerpunkt, sondern auch in einer in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung organisierten eigenen Subkonferenz zum Thema „Überwachtes Netz“.40 Highlights waren unter anderem die Kommunikationsaktivisten THE YES MEN, Jillian York und Jacob Appelbaum, die über Verschlüsselungstechniken sprachen oder der kanadischen Sicherheitsexperten Ron Deibert (Citizen Lab), der Einblicke in die Welt des ‚Black Code‘ gab.
Inhaltlich bot die re:publica jedoch deutlich mehr und neben zahlreichen netzpolitischen Themen, wurde über die Mobilität der Zukunft, Geschichte und Geschichtsvermittlung, Gesundheit, Bildung, Innovation, Kunst, Start-ups und viele weitere debattiert.41 So gab es auch diesem Jahr wieder neue Kooperationen und einen besonderen Schwerpunkt bildete unter anderem das Science Lab, eine Subkonferenz in Kooperation mit dem Wissenschaftsjahr 2014 „Die digitale Gesellschaft“. Open Science, Open Data und Open Process bildeten die Themenfelder, in denen Chancen und Grenzen von Wissen erforscht wurden. Zusätzlich wurde ein Science Hack Day veranstaltet, bei dem Entwickler_innen, Designer_innen, Wissenschaftler_innen und Hacker_innen zwischen 18 und 28 Jahren Wissenschaft und Technik zusammenbrachten und ihre Ergebnisse anschließend auf der Konferenz präsentierten.42

Zeitgleich zur re:publica fanden die MEDIA CONVENTION BERLIN, die droidcon und der LinuxTag auf dem Gelände der STATION Berlin statt, für die es separate Tickets gab.
Die MEDIA CONVENTION Berlin stellte als Kongress, der konvergenten nationalen und internationalen Medienbranche eine zentrale Plattform bereit. Unter dem Motto „Media Rules!“ drehte sich alles um das Bewegtbildgeschäft und inhaltliche Schwerpunkte waren Medienordnung, Medienmarkt und gesellschaftliche Auswirkungen des Medienwandels.43 Der Zuwachs von Internetnutzer_innen hat anders als erwartet nicht zu einer signifikanten Verdrängung anderer Medien in Deutschland geführt, sondern der Medienkonsum der Bevölkerung hat insgesamt zugenommen. So bietet die Partnerschaft mit dem eher klassischen, bisher im Rahmen der IFA veranstalteten Medienkongress weitere Möglichkeiten des Austausches.

Während des LinuxTag wurden hingegen von erfahrenen Anwender_innen und Entwickler_innen konkrete Techniken und Produkte, die im Umfeld von Open Source entstehen, vorgestellt und diskutiert. Die droidcon, als weltweit größtes Treffen von Android-Entwickler_innen stand ergänzend unter dem Motto „Android everywhere“ und stellte das Mobil-Betriebssystem Android, seinen Einsatz und seine Vermarktung in den Mittelpunkt.44 Damit befanden sich sicherlich mehr Techniker_innen und Entwickler_innen auf dem Konferenzgelände als jemals zuvor und sowohl theoretische als auch praktische Perspektiven auf das Thema Open Source erhielten weitere Beachtung.
Die Partnerschaften mit der droidcon und dem LinuxTag waren einmalig, die MEDIA CONVENTION Berlin rückte hingegen näher an die re:publica heran und durch ein gemeinsames Ticket in den folgenden Jahren, wurde der Austausch zwischen den Konferenz- und Kongressteilnehmer_innen zusätzlich vereinfacht.

2015 – FINDING EUROPE

Mit ihrer neunten Ausgabe nahm die re:publica 2015 unter dem Motto „Finding Europe“ den digitalen Kulturraum Europa und seine netzpolitischen Besonderheiten in den Fokus und versuchte dabei auch die Frage zu beantworten, ob es überhaupt eine ‚europäische digitale Gesellschaft‘ und einen ‚digitalen Kulturraum Europa‘ gibt. In vielen Vorträgen und Diskussionen ging es daher um das Europa von heute sowie morgen und sowohl netzpolitische Debatten wurden geführt, als auch weitere gesellschaftlich-relevante Themen reflektiert sowie aus verschiedenen europäischen Perspektiven betrachtet. Flüchtlinge, Migration oder auch die Zukunft der Stadt waren ebenso Thema, wie der digitale Binnenmarkt, Netzneutralität und Datenschutz.45

Das Global Innovation Gathering (GIG), das jährliche Treffen von Tech Hubs, Fablabs, Makerspaces und Innovations-Zentren aus aller Welt, war anfangs nicht als wiederkehrende Veranstaltung geplant. Nach dem ersten Treffen 2013 im Rahmen der Global Innovation Launge bildete sich jedoch ein aktives Netzwerk, das weiterhin wächst und deren Mitglieder in ständigem Austausch stehen, sodass das GIG 2014 in die dritte Runde ging. Und war das GIG zu Beginn noch ein kleiner Space in der Haupthalle der re:publica, trafen sich die GIG-Teilnehmer_innen der diesjährigen Subkonferenz nicht nur auf einem großen Makerspace zum Austausch und gemeinschaftlichen Basteln, sie waren auch auf den Konferenzbühnen der re:publica mit mehreren Sessions vertreten. Auf dem GIG Makerspace konnten Teilnehmer_innen beispielsweise 3D-Druck mit elektronischem Müll oder Strom und Musik aus verfaultem Gemüse produzieren.46

Eine weitere Subkonferenz stand, so wie das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerichtete Wissenschaftsjahr 2015, im Zeichen der Zukunftsstadt. Mit einem wissenschaftlichen Rahmenprogramm sowie begleitenden Veranstaltungen wurde die Zukunft der Städte an der Schnittstelle von Technologie, Gesellschaft und Nachhaltigkeit in den Blick genommen und die Initiative zeigte, wie Forschung und Zivilgesellschaft eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen können.47

Als ganz neue Schwerpunkte kamen 2015 Musik und Mode hinzu: Zum allerersten Mal standen mit dem „re:cord Musicday“ Aspekte wie Big Data, Fingerprint Files, Streaming-Dienste oder Open Source in engem Zusammenhang mit Themen der Musikbranche. In Kooperation mit dem XJAZZ Festival, dem Reeperbahn Festival, all2gethernow e.V. und der Berlin Music Commission fand die neue Subkonferenz als eintägiges, durch die Musicboard Berlin GmbH gefördertes, Event statt. Dabei bot das Programm eine Mischung aus Konferenz zum Thema Musikwirtschaft in der digitalen Gesellschaft und Netzwerkplattform für die nationale und international Branche. Denn auch die Musikindustrie wurde von Maschinen und Technologien beeinflusst und heutzutage gibt es so viel Zugang zu Musik wie noch nie, sodass Musik und Digitales eng miteinander verflochten sind.48
Der Themenbereich Mode wurde ebenfalls in einer Subkonferenz aufgriffen, die darüber hinaus mit EFRE-Mittel kofinanziert wurde. In Kooperation mit den International Fashion Trade Shows PREMIUM und SEEK sowie Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung/ Projekt Zukunft, entstand die #FASHIONTECH BERLIN. „Sie verbindet Gadgets, Hacking und Mode und schlägt damit eine längst fällige Brücke zwischen Technik und Design. Denn Wearables – und ihre Möglichkeiten einer alles durchdringenden Konnektivität – werden in letzter Zeit besonders in Bezug auf das Internet der Dinge (IoT) interessant.“49 Neben Vorträgen, Workshops und MeetUps gab es in den drei Konferenztagen eine Ausstellungsfläche. Vorangegangen war eine #FASHIONTECH BERLIN-Konferenz mit Talks, Vorträgen, Workshops im Rahmen der Berlin Fashion Week.

2016 – TEN IST NET

2016 wird die zehnte Ausgabe der re:publica veranstaltet. Für das Jubiläum lautet das Motto „TEN ist NET“ und stellt klar „BesucherInnen sind Speaker. Gäste sind Akteure. […] Die Grenzen zwischen den Menschen auf den Bühnen und denen davor sind fließend, Interaktion ist Reflexion ist Kommunikation, und nur der Austausch von allen und allem macht den Blick aufs Ganze möglich.“50
Nach dem Rekordjahr 2015 mit 850 internationalen Sprecher_innen aus 60 Ländern, 500 Stunden Programm, 17 Bühnen, rund 7000 Teilnehmer_innen und 700 akkreditierten, internationalen Journalist_innen stellen die Macher_innen der Veranstaltung die Menschen, die an dem Gelingen der Veranstaltung mitwirken, in den Vordergrund: „Wir wissen, dass die re:publica ohne die zahlreichen Gäste unterschiedlichster Herkunft, Ziele und Interessen nicht das aufregende, inspirierende und motivierende Festival voller Heterogenität wäre, das sie ist. Und dass die re:publica nur durch diese so einmalig unterschiedlichen Gäste ein Spiegelbild der digitalen Gesellschaft sein kann.“51

Ebenso wie die vielschichtige Teilnehmerschaft, macht das breite Themenspektrum, das von Netzpolitik, technologischen Innovationen bis hin zu Kultur und Medien, Musik, Gesundheit, Bildung und weiteren Aspekten rund um die digitale Gesellschaft reicht, die Konferenz so erfolgreich.52 Motto und Themen in ihrer strukturbildenden Funktion sowie die Ausgestaltung des Programmangebots sind ausreichend offen, um Raum für Angelegenheiten bieten zu können, die für alle Mitglieder einer Gesellschaft relevant sind oder sein können. Und mithilfe von Themen-Tracks, Schwerpunktthemen und Subkonferenzen konnte der Austausch über praktische Fragen des Zusammenlebens, aber auch die Vereinbarkeit von Ansprüchen und Interessen sowie Probleme der Definition gemeinsamer Werte mit unterschiedlichen Zielgruppen gefördert werden.

PARTNERSCHAFTEN, TEILNEHMENDE UND HELPING HANDS

Ein zentrales Ziel einer Veranstaltung besteht heutzutage darin nicht nur für Teilnehmer_innen, sondern mit den Teilnehmer_innen gemeinsam zu gestalten, um sie zu einem wesentlichen Bestandteil des Geschehens werden zu lassen. Die Teilnehmerschaft der re:publica ist zudem überwiegend sehr gut informiert, anspruchsvoll und besitzt selbst Expertise in den Themenbereichen der Konferenz.
Um die Rollen zwischen Besucher_innen und Redner_innen daher möglichst fließend gestalten zu können, ruft das Konferenz-Team jedes Jahr unter anderem zu einem „Call for Papers“ auf, dem zuletzt 930 Einreichungen 2015 folgten.53 Neben dem kuratierten Programm, dem der Subkonferenzen und Partner_innen, werden ca. 50% der Sessions des Hauptprogramms aus den Ergebnissen des Call for Papers besetzt. Lightning-talks bieten zudem kurzen Vorträgen und weniger bekannten Sprecher_innen eine weitere Bühne. Diese vielschichtige Struktur trägt auch zur thematischen Offenheit der Veranstaltung bei.

Besonders an der re:publica ist der heterogene Mix an Besucher_innen, denn im Gegensatz zu vielen anderen Konferenzen dieser Art, kann die re:publica bereits 2014 einen Frauenanteil von 40%, sowohl vor, als auch auf den Bühnen vorweisen. Die Sprecher_innen der Konferenz sind zwischen 12 und 70 Jahre alt und im selben Jahr stattete eine Gruppe des Senioren Computer Clubs Berlin Mitte der Konferenz einen Besuch ab.54
Dieser Mix und die Diversität der Teilnehmerschaft ist dabei kein Zufall, sondern von den Organisator_innen gewünscht und gefördert, was sich beispielsweise in dem auf der Webseite veröffentlichten Code of Conduct zeigt: „Eine Gesellschaft lebt von der Vielfalt ihrer Mitglieder – das gilt erst recht auch für die digitale Gesellschaft! Deshalb ist die re:publica eine Konferenz, die die Andersartigkeit feiert und keinen Menschen aufgrund von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, Aussehen, Hautfarbe, Herkunft oder Religion ausgeschlossen wissen möchte. Dieselbe Einstellung erwarten wir auch von unseren TeilnehmerInnen. Wir wollen mit euch eine gewaltfreie und friedliche Veranstaltung erleben.“55

Der re:publica ist es gelungen trotz ihres enormen Wachstums ihren ursprünglichen Charme zu bewahren, denn „nirgendwo anders mischen sich Hacktivisten so selbstverständlich mit Businessbesuchern, und auf wenig anderen Veranstaltungen wird so kontrovers und gleichzeitig gut gelaunt diskutiert wie auf der re:publica in Berlin“56. Dies liegt auch an der Art, wie Kooperationen gestaltet und Partner_innen eingebunden und beraten werden, denn die Konferenz versteht sich nicht als „Marketingveranstaltung mit dem üblichen Anteil an Produktpräsentationen und Verkaufsgesprächen“57.
Entsprechend gibt es keine klassischen Stände auf dem Gelände, denn Partner_innen werden als unverzichtbarer Part des Events verstanden und nicht als Fremdkörper von den Besucher_innen wahrgenommen. Dafür wird für jede Kooperation ein integrierendes Konzept entwickelt und in enger Abstimmung werden gemeinsam inhaltliche und praktische Beiträge erarbeitet. Diese Art der Präsentation und den daraus entstehenden Mehrwert für alle Beteiligten, wissen Sponsor_innen, Förderer und Partner_innen zu schätzen.

Zu den wichtigsten Partnerschaften gehören mittlerweile die Kooperationen mit dem Global Innovations Gathering, der MEDIA CONVENTION Berlin sowie Daimler, doch die Zusammensetzung der Sponsor_innen und Förderer der letzten Jahre insgesamt ist bunt. Vom WWF, der Aktion Mensch oder Viva Con Agua, über Hornbach, IBM und Google, bis hin zum Land Baden-Württemberg, der Bundeszentrale für politische Bildung oder der Europäischen Union, sind sehr unterschiedliche Akteur_innen, Unternehmen und Institutionen vertreten.

Dabei ist die re:publica nicht unpolitisch und ihre Gründer_innen stehen Themen, Problemstellungen und Diskussionen nicht unkritisch gegenüber. 2014 wurde die Konferenz beispielsweise mit dem Appell „Kriminell agierende Geheimdienste haben uns das Netz entrissen. Hier geht es um unsere Grundrechte. Wir fordern die Bundesregierung auf, diese Grundrechte durchzusetzen. Das ist unser Netz, lasst es uns gemeinsam zurück-erkämpfen!“58 eröffnet. Im Rahmen dieser Eröffnung durch die Gründer_innen wurde zudem Solidarität mit damals inhaftierten Blogger_innen, wie den uigurischen Redakteur und Wirtschaftsprofessor Ilham Tohti oder der vietnamesischen Polizistin Tạ Phong Tần bekundet und unter anderem Asyl für Edward Snowden gefordert.

Während dessen standen zudem nicht nur die Gründer_innen auf der Bühne, sondern auch der damalige Geschäftsführer des Medienboards Berlin-Brandenburg Elmar Giglinger, der die MEDIA CONVENTION Berlin eröffnete und Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei, der „sich im Namen des Landes Berlin bei der re:publica für den Einsatz für Freiheit im Internet und den Kampf für die Freiheit von staatlicher Überwachung“59 bedankte.
Trotz oder auch wegen der klaren Positionen, die die re:publica bezieht, gelingt auch die inhaltliche Integration von Akteur_innen, die auf den ersten Blick nur schwer einzubinden scheinen, wie zum Beispiel den Daimler-Chef Dieter Zetsche, der auf der re:publica 2013 sprach. Dieser ungewöhnliche Auftritt des Großkonzernvertreters füllte nicht nur die Reihen der Hauptbühne, sondern Aussagen wie „Wenn es Daimler in 126 Jahren noch geben soll, dürfen wir Dinge nicht mehr so wie bisher machen.“60 oder „Wenn es Veränderungen gibt, es ist klug, Teil der Veränderung zu sein.“61 machten Zetsches Auftritt zu einem Highlight, mit viel positivem Feedback aus der Teilnehmerschaft.

Neben Partner_innen, Sprecher_innen oder Gästen sind die „Helping Hands“ wichtiger und entscheidender Bestandteil der Konferenz und ihrer Durchführung. So wie es einen Call for Papers gibt, sucht die re:publica jedes Jahr über den „Call for Help“ nach freiwilligen Helfer_innen, die das Team in der Umsetzung der Veranstaltung unterstützen. Für den freien Konferenzeintritt übernehmen sie einen Tag lang Aufgaben beim Aufbau, bei der Akkreditierung der Teilnehmer_innen oder Betreuung der Bühnen.
2015 waren rund 500 freiwillige Helfer_innen im Einsatz und das Angebot findet viele Interessent_innen. Bereits im März 2015, länger als einen Monat vor Beginn der Konferenz, waren alle Schichten verteilt.62 Anders als auf anderen Konferenzen werden die Helfer_innen auch nicht ‚versteckt‘, sondern sind auf vielen Bildern und Aufzeichnungen zu sehen sowie Teil der jährlichen Danksagungen, Statistiken und Umfragen. Genauso unterschiedlich und bunt wie die Mischung der Gäste, ist auch die der ‚helfenden Hände‘ und auch von den Besucher_innen, Sprecher_innen und Partner_innen werden sie sehr geschätzt. Unter den Helfer_innen trifft man zudem Besucher_innen, die bereits seit einigen Jahren Teilnehmer_innen der Konferenz sind.

Ein wichtiges, weiteres Mittel, um all den beschriebenen Unterschieden, Anforderungen und Erwartungen gerecht werden zu können, stellt die jährliche Umfrage dar, an der zuletzt über 1000 Personen teilnahmen und 32 Fragen beantworteten. Die Umfrageergebnisse werden auf der Webseite der re:publica veröffentlicht und 2015 zeigte sich erneut, dass die Motivationen für den Besuch der Konferenz unterschiedlich sind. 51% gaben an, die re:publica als eine Art ‚Klassentreffen‘ zu verstehen, während dem sie alte Bekannte wiedersehen, 53% nutzen die Konferenz auch zur beruflichen Weiterbildung und 84% der Teilnehmer_innen kommen vor allem aufgrund der Programmgestaltung.63

VERANSTALTUNGSORT, DESIGN UND DIGITALER RAUM

Eine weiterer wichtiger Faktor bei der Gestaltung von Interaktion stellt die räumliche Umgebung einer Veranstaltung dar. „Damit ein Event glaubhaft ist und Interaktion entstehen kann, müssen Thema und Veranstaltungsziele auch räumlich erfahrbar werden.“64 Die Wahl des Veranstaltungsortes traf die re:publica aus diesem Grund auch nicht zufällig. Fand sie bis 2011 noch in den drei benachbarten Orten Friedrichstadtpalast, Kalkscheune und Quatsch Comedy Club in Berlin-Mitte statt, zog sie 2012 in die STATION Berlin und hat an Platz und Optionen gewonnen: „Der Standortwechsel hat der Veranstaltung gutgetan, ein zentraler Platz eignete sich für Plausch und Gedankenaustausch – und als geeignetes Forum für die zahlreichen Sponsoren, die sich zuvor in den Etagen des Friedrichstadtpalastes verloren.“65
In enger Zusammenarbeit mit den Inhaber_innen der neuen Veranstaltungsstätte wird das Gelände seit dem Einzug weiterentwickelt und ausgebaut, um ein gemeinsames Weiterdenken der Location zu ermöglichen. Dabei legen die Veranstalter_innen der re:publica Wert auf die Tatsache, dass sie den Ort und die Atmosphäre des Events so einladend und persönlich empfinden, dass sie auch selbst dort hingehen würden. Diese persönliche Nähe schafft Behaglichkeit und eine emotionale Aufenthaltsqualität für alle Teilnehmer_innen.

Der zusätzliche Platz in den neuen Räumlichkeiten wird zudem genutzt, um neue Gestaltungsformate und -konzepte umsetzen zu können. Auch hier steht das Motto im Mittelpunkte und wird in einem jedes Jahr wechselnden Design erlebbar gemacht. Da sich das Design durch sämtliche Räume zieht und sich auf den Bühnen, Ständen, in den Hallen sowie allen verwendeten Medien, von der Webseite bis zur Visitenkarte, wiederfindet, bedeutet eine jährliche Neugestaltung einen bemerkenswerten, doch lohnenswerten Aufwand. 2013 waren beispielsweise überall abstrakte Figuren zu finden, Bühnen und Stände waren aus weißen Pappwürfeln gebaut und durch aufwändige Animationen wurden die Figuren auf den Würfeln der Bühnen zum Leben erweckt. 2014 entstanden dem Motto „INTO THE WILD“ angepasst Bühnen und Stände aus bepflanzten Bäckerkisten und in der Haupthalle hingen lange Drucke von Bäumen. Auch die Partnerstände passten sich dem Design an und setzten es kreativ um, so dass eine Waldatmosphäre entstand. 2015 wandelte sich die STATION hingegen in einen Flughafen und Lautsprecher-Ansagen schallten durch die Hallen.

Zu den bekanntesten Elementen der Raumgestaltung gehören der ‚Affenfelsen‘, der Sitzgelegenheiten in Mitten der Haupthalle bietet sowie die Monobloc-Stühle aus der Ausgabe 2012, die eine Intensivierung der Diskussion unter den Teilnehmenden fördern sollten. Die Stühle sind bunt, ohne Logo und konnten auf dem gesamten Gelände verteilt werden. Neben den klassischen Konferenzstühlen standen den Besucher_innen so Monoblocs zur Verfügung, die dahin mitgenommen werden konnten, wo sie gebraucht wurden und anschließend gegen Entgelt auch mit nach Hause genommen werden konnten.66

Affenfelsen re:publica 2015 (cc-by-sa re:publica/Gregor Fischer)

Affenfelsen re:publica 2015 (cc-by-sa re:publica/Gregor Fischer)

Zu den wichtigsten Merkmalen des neuen Konferenzgeländes gehört zweifelsohne der Innenhof. In den ersten Jahren war er während der gesamten Konferenz für alle zugänglich, in den letzten Jahren konnte er aufgrund der gestiegenen Teilnehmerzahlen ohne Ticket nur noch Abends betreten werden.
Der Innenhof bietet als zentrale Stelle des Geländes, deren Hallen den Hof umrunden, einen einladenden Treffpunkt und schafft Gelegenheit für Gespräche und das Sitzen in der Sonne. Dort sind auch Stände mit Getränke- und Essensangeboten zu finden und in letzten zwei Jahren auch Straßenmusiker_innen und -künstler_innen, die für zusätzliche Unterhaltung und Atmosphäre sorgten. Da der Hof spätestens am Abend der Konferenztage auch für Gäste ohne Ticket geöffnet wird, finden weitere Akteur_innen und Einflüsse zur re:publica und viele nutzen die Veranstaltung auch, um Nicht-Teilnehmer_innen zu Treffen im Rahmen der Konferenz einzuladen und mit ihnen zu ’netzwerken‘.

Innenhof STATION Berlin re:publica 2015 (cc-by-sa re:publica/Gregor Fischer)

Innenhof STATION Berlin re:publica 2015 (cc-by-sa re:publica/Gregor Fischer)

„Die Entwicklung von innovativen Formaten, die Interaktion und Partizipation ermöglichen, ist zentral, um bedeutungsvolle Events im digitalen Zeitalter zu gestalten. Um nachhaltig Communities zu bestimmten Themen im Umfeld eines Events zu entwickeln, müssen neben diesen physischen Räumen jedoch auch die entsprechenden digitalen Räume entstehen.“67
Dazu wird zum Einen ein gemeinsam mit newthinking communications entwickeltes Drupal-Konferenzsystem verwendet, über das sowohl der Call for Papers, die Bewertung und Auswahl der Konferenzbeiträge, der Call for Help, als auch die Zusammenstellung des Programms abgewickelt wird. In diesem erstellen die Konferenzsprecher_innen zudem ihre ‚Speaker-Profile‘, die auf der Webseite erscheinen und können direkt mit dem Team Kontakt aufnehmen. Das ‚Event-Drupal‘ wird auch anderen Veranstalter_innen als Dienstleistung angeboten.

Des Weiteren nutzt die re:publica von Beginn an zahlreiche Online-Angebote anderer Anbieter_innen und ist mittlerweile nicht mehr nur umfangreich auf Twitter vertreten sondern auch Facebook, Flickr, Google+, Instagram oder YouTube. Fotos der Konferenzen sind beispielsweise größtenteils auf Flickr zu finden, allein aus dem Jahr 2015 hunderte Video-Aufzeichnungen auf YouTube und Audio-Podcasts von nahezu jeder Session 2015 auf der Webseite des Partners Voice Republic.68
Zusätzlich zu den Aufnahmen des Bühnenprogramms werden Hintergrundinterviews mit den Referent_innen und Gründer_innen durch DCTP.TV angeboten. Und neben den Videos auf YouTube, die nach den Sessions veröffentlicht werden und verfügbar bleiben, stellt der Kooperationspartner SPIEGEL ONLINE einen Livestream für das Programm der Hauptbühne auf spiegel.de bereit.
Seit 2013 gibt es zudem einen Reader, der gemeinsam mit der Deutschen Journalistenschule (DJS) und der Self-Publishing Plattform epubli als ’schnellstes Buch der Welt‘ noch während der Konferenz veröffentlicht wird und in den eBook-Shops von Apple, Google, Amazon & Co. auch noch nach Veranstaltungsende verfügbar bleibt.69 In diesem werden die Geschehnisse und Themen der drei Konferenztage zusammengefasst und so auch ein weiteres Medienformat in die Berichterstattung der Konferenz integriert.
Alle Inhalte wie Videos oder Fotos werden zudem unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht und können so unkompliziert geteilt und schnell verbreitet werden.
2014 kam noch ein weiterer Kommunikationskanal hinzu und in Kooperation mit dem Berliner Fenster wurden nahezu alle Sendeformate der Berliner U-Bahnen genutzt, um über die re:publica zu berichten. Für dieses neue TV-Format produzierten die Schüler_innen der DJS News und Updates live vor Ort.70

Mit diesem umfangreichen Angebot bereitgestellter Kommunikationswege haben die Konferenzbesucher_innen auch die Möglichkeit, sich schon vor der Veranstaltung auf Themen vorbereiten und sich über sie austauschen zu können, so dass auf der Konferenz selbst Lösungsideen und -ansätze diskutiert werden. So entsteht sowohl für die Veranstaltung als auch ihre Teilnehmer_innen ein großer Mehrwert, der zur Qualität des Events beiträgt. Darüber hinaus ist eine umfassende und schnell verlaufende Kommunikation unter den Teilnehmer_innen der Konferenz sowie mit Personen, die nicht anwesend sind, möglich, wodurch sich auch die Zahl der Akteur_innen erhöht, die sich aktiv am Verlauf und der Gestaltung der re:publica und ihrer Kommunikation beteiligen können.

Dieser umfangreiche Gestaltungsspielraum ist entscheidend für das Gelingen der re:publica und konnte über die Jahre bewahrt werden. Dass dies nicht einfach ist, zeigt sich an der Zahl der beteiligten Partner_innen und Helfer_innen, den steigenden Anforderungen und Aufwänden in der Kommunikation, die von dem gesamten Team bewältigt werden, jedoch auch an den technischen Herausforderungen, die einhergehen.

So gab es zum Beispiel re:publica-Ausgaben, während derer kein funktionierendes WLan zur Verfügung gestellt werden konnte und auch der Zugang über den Mobilfunkanbieter zeitweise nicht möglich war. Denn kaum ein Gast führt nur noch ein internetfähiges Gerät mit sich, sondern in der Regel zwei bis drei, die zudem permanent versuchen eine Verbindung zum Internet herzustellen. Sowohl die Mobilfunkanbieter mussten entsprechend aufrüsten, als auch die re:publica.
Seit 2013 funktioniert das WLan in der STATION Berlin und im selben Jahr veröffentlichte die re:publica gemeinsam mit OpenDataCity und picocell die Visualisierung einer Besucherstromanalyse. In dieser können die Bewegungen während der gesamten drei Konferenztage 2013, von rund 6700 verschiedenen Geräten, die sich mit dem Netz der Veranstaltung verbunden hatten, auf einem Geländeplan verfolgt werden.71

AUSBLICK

Auch die zukünftigen Ausgaben der re:publica werden ihre Zielgruppen, Themenschwerpunkte und Gestaltungsspielräume stetig weiterentwickeln und ausbauen, um den Ansprüchen der Teilnehmer_innen aber auch den eigenen, der Gründer_innen und des Teams, gerecht werden zu können. Dazu gehört beispielsweise der Bereich der Darstellenden und Bildenden Kunst. Dieser wird gemeinsam mit neuen Kooperationspartner_innen erstmals als zusätzlicher Themenstrang in das Konferenzgeschehen der re:publica 2016 integriert.
Insgesamt sollen kreative Grundlagen für die Gestaltung und Ausrichtung der Konferenz jedoch noch mehr in den Vordergrund rücken und die holistische Herangehensweise unter anderem die Ausweitung von Matchmaking- und Vernetzungsmöglichkeiten fördern. Die re:publica sowie ihre Gründer_innen haben den Anspruch international zu einer der ersten Adressen der digitalen Welt werden zu wollen. Die vielseitige Konferenz soll alle Gesellschaftsmitglieder betreffende Themen und Problemstellungen kreativ aufgreifen, um sie aufgeschlossen und divers diskutieren zu können. Dabei versteht sie sich nicht nur als bloße Wissens- und Informationsveranstaltung, sondern als Ereignis des digitalen Zeitalters.

01Vgl. Brückner, Claudia. Veranstaltungsformate im digitalen Zeitalter. In: Open Everything. newthinking communications, Berlin, 05.2013, S. 116 / 140. Online: http://newthinking.de/2013/08/13/newthinking-magazin-veranstaltungsformate-im-digitalen-zeitalter/, zuletzt geprüft: 15.10.2015
02Vgl. Ebd.
03Vgl. Merschmann, Helmut. Blogger-Kongress: Schreiben – bis zu zwölf Stunden am Tag. SPIEGEL ONLINE, 12.04.2007. Online: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/blogger-kongress-schreiben-bis-zu-zwoelf-stunden-am-tag-a-476759.htm, zuletzt geprüft: 15.10.2015
04re:publica. Über die re:publica. re-publica.de, 2015. Online: https://re-publica.de/uber-republica, zuletzt geprüft: 15.10.2015
05Berliner Morgenpost. Re:publica – Die Macher. morgenpost.de, 30.03.2009. Online: http://www.morgenpost.de/berlin/article104008854/Re-publica-Die-Macher.html, zuletzt geprüft: 15.10.2015
06re:publica. Geschichte. 13.re-publica.de, 2013. Online: http://13.re-publica.de/geschichte, zuletzt geprüft: 15.10.2015
07re:publica. Über die re:publica 2008. 08.re-publica.de, 2008. Online: http://08.re-publica.de/information/index.html, zuletzt geprüft: 15.10.2015
08Vgl. Wikipedia. Anonymous (Kollektiv). Online: https://de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_%28Kollektiv%29, zuletzt geprüft: 15.10.2015
09Lenz, Andreas. re:publica 2008 setzt Fokus auf „Die kritische Masse“. T3n.de, 01.11.2007. Online: http://t3n.de/news/republica-2008-setzt-fokus-die-kritische-masse-235819/, zuletzt geprüft: 15.10.2015
10Vgl. Ihlenfeld, Jens. re:publica’08 mit Subkonferenz zu „Video-Blogs“. Golem.de, 12.03.2008. Online: http://www.golem.de/0803/58337.html, zuletzt geprüft: 15.10.2015
11re:publica. Lawrence Lessig auf der re:publica 2009. 09.re-publica.de, 02.03.2009. Online: http://09.re-publica.de/2009/03/02/lawrence-lessig-auf-der-republica09/index.html, zuletzt geprüft: 15.10.2015
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13Vgl. re:publica. Wir präsentieren: Jimbo Wales. 09.re-publica.de, 19.03.2009. Online: http://09.re-publica.de/2009/03/19/wir-prasentieren-jimbo-wales/index.html, zuletzt geprüft: 15.10.2015
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35re:publica. get re:ady! Unser Start-up-Schwerpunkt auf der #rp13. 13.re-publica.de, 04.02.2013. Online: http://13.re-publica.de/news/get-ready-unser-start-schwerpunkt-rp13, zuletzt geprüft: 15.10.2015
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49re:publica. #FASHIONTECH BERLIN auf der re:publica 2015!. 15.re-publica.de, 2014. Online: http://15.re-publica.de/fashiontech-berlin-auf-republica-2015, zuletzt geprüft: 15.10.2015
50re:publica. Jubiläum!. 16.re-publica.de, 2015. Online: https://re-publica.de/jubilaum, zuletzt geprüft: 15.10.2015
51Ebd.
52Vgl. Ebd.
53Vgl. re:publica. Call for Papers-Auswertung + erste Programm-Sessions der #rp15!. 15.re-publica.de, 12.03.2015. Online: http://15.re-publica.de/news/call-papers-auswertung-erste-programm-sessions-rp15, zuletzt geprüft: 15.10.2015
54Vgl. re:publica. re:publica 2014: Die re:publica wird zur Gesellschaftskonferenz. Pressemeldung, 08.05.2014. Online: http://14.re-publica.de/sites/14.re-publica.de/files/media/documents/20140508_republica_2014_gesellschaftskonferenz.pdf, zuletzt geprüft: 15.10.2015
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